Wohnen

Wie wohnen wieder bezahlbar werden kann

von Redaktion am Freitag, 8. Februar 2013
Wie Wohnungsmieten in Kärnten wieder günstiger werden.
Wie Wohnungsmieten in Kärnten wieder günstiger werden. Foto: Christa El Kashef / PIXELIO

Was eigentlich als Grundbedürfnis des Menschen anzusehen ist, wird auch in Kärnten immer mehr zu einem unbezahlbaren Luxus: Die Rede ist vom Wohnen. Schon jetzt verschlingen die Wohnkosten bei den meisten Familien einen Großteil des Einkommens. Die Gewerkschaft Bau / Holz hat sich mit der Situation beschäftigt und einige Vorschläge zu finanzierbarem Wohnen vorgestellt.

Die Politik stellt das Wohnen den Grundrechten Gesundheit, Bildung und Arbeit gleich. Doch in der Realität muss rund ein Viertel der Haushalte in Kärnten ungefähr 50 Prozent ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben. Hinzu kommt, dass das Bundesland bezüglich der Kaufkraft und des Durchschnittseinkommens an letzter Stelle im österreichweiten Vergleich steht.

Gewerkschaft betreibt Ursachenforschung und macht Beseitigungsvorschläge

Die Ursachen für diese Entwicklung sieht Josef Muchitsch als Vorsitzender der Gewerkschaft Bau/Holz in der Aufhebung der Zweckbindung für Wohnbaufördermittel vor zehn Jahren. Weiterhin habe man zu teure Wohnmöglichkeiten in falschen Gebieten geschaffen. Allein in Kärnten stehen 650 Wohnungen leer. Zur Beseitigung der Missstände legte die Gewerkschaft Bau/Holz ein Papier vor, in welchem zur Wohnbauförderung nach Bedarf, zur Stärkung der gemeinnützigen Wohnbauträger, zur Sicherung des Neubaus auf lange Sicht und zum vermehrten Umsteigen auf erneuerbare Energiequellen aufgerufen wird.

Die bedarfsorientierte Wohnbauförderung stößt bei Politikern auf offene Ohren

Konkret soll von der Bundeswohnbauagentur der bedarfsorientierte Einsatz der Gelder für den Wohnbau abgesichert werden. Die bei der Vorstellung des Konzepts anwesenden Politiker zeigten sich gerade bei diesem Punkt äußerst interessiert. So gab Herwig Seiser als Wohnbausprecher der SPÖ seine Freude über die Ansprache des Problems des finanzierbaren Wohnens bekannt und äußerte sich wohlwollend über die Rückbesinnung auf den sozialen Wohnbau. Der SPÖ-Vorsitzende Peter Kaiser betrachtet das Strategiepapier der Gewerkschaft Bau / Holz als Anleitung für einen umsetzbaren Zukunftsplan. Wohnbaulandesrat Christian Ragger (FPK) sieht einige der Anregungen bereits als realisiert an. Die bedarfsorientierte Wohnbauförderung ist bei ihm schon seit zwei Jahren durch die Einrichtung einer Datenbank zur Wohnungsnachfrage in die Tat umgesetzt.

 

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