Wohnen

Neue Wohnprojekte und Wohnformen in Wien

von Redaktion am Donnerstag, 15. November 2012
Citycom2 Wien
Citycom2 und Co: Neue Wohnformen in Wien. Foto: © ÖSW

Zwei neue Wohnprojekte machen in Wien von sich reden: In generationenübergreifenden Wohngebäuden wird jungen Leuten sowie kleinen Familien ein Zuhause geboten, dass viele Kompromisse bietet.

Die kleine Ein-Zimmer-Wohnung in fragwürdiger Lage, eingerichtet mit Ikea-Möbeln – studentisches Wohnen muss nicht immer dem Klischee entsprechen. Der Bauträger BWSG hat erkannt, dass junge Leute angemessenen und bezahlbaren Wohnraum brauchen und zu diesem Zweck ein neues Wohnkonzept auf die Beine gestellt: Wohnhäuser, die ausreichend Platz für junge Leute zwischen 20 und 30 bieten – ob Studenten, Auszubildende oder auch junge Familien. So wurden vor etwa einem Jahr in der Vorgartenstraße in Wien-Leopoldstadt zwei Wohnbauten fertiggestellt, in denen 174 Wohnungen für junge Familien mit 204 Studentenwohnungen der Stuwo kombiniert wurden. Die Grundrisse der Apartments sind dabei so vielseitig wie ihre Bewohner und zusätzlich befinden sich im Gebäude ein Probe-, ein Party- und ein Fitnessraum, die gemeinschaftlich genutzt werden können.

Projekte bieten neue Ansätze

Ein weiteres neues Wohnprojekt befindet sich gleich nebenan: der Wohnbau Citycom2 vom Bauträger ÖSW und BEHF Architekten, den sich 98 Wohnungen und 42 Wohngemeinschaften mit großer Wohnküche und drei bis sechs Zimmern teilen. Für die WGs wurde eigens eine neue Regelung gefunden, um es den Bewohnern so einfach wie möglich zu machen: Jeder einzelne Bewohner ist Hauptmieter mit einem eigenen Vertrag. Auch hier kann sich in Gemeinschaftsbereichen wie Sauna und Fitnessraum getroffen werden und die Crêperie im Erdgeschoss kann von den Bewohnern des Citycom2 außerhalb der Öffnungszeiten mitbenutzt werden.

BWSG-Vorstand Wilhelm Haberzettl eine erste positive Bilanz: Junges Wohnen habe nichts mit Altersklassen zu tun, erklärte er gegenüber dem „Standard“. Es sei eine Wohnform für jeden, der sich dazu berufen fühlt. Dabei handele es sich um den Einstieg in selbstständiges Wohnen. Auch beim Citycom2 wurde bereits positive Bilanz gezogen – kein Wunder, bei einer Wohnzufriedenheit von 92 Prozent. Die Verteilung der WG-Wohnungen verlief relativ unkompliziert. Die Hälfte wurde an Gruppen vergeben, die sich bereits vorher gefunden hatten, bei den Einzelvergaben dauerte die Verteilung etwas länger, erklärte ÖSW-Vorstand Michael Pech gegenüber der Zeitung.

 

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