Wohnen

Wachsender Leerstand in Wels

von Redaktion am Donnerstag, 1. November 2012
Leerstand und neue Wohnungen: Der Welser Wohnungsmarkt ist im Umbruch.
Leerstand und neue Wohnungen: Der Welser Wohnungsmarkt ist im Umbruch. Foto: Montag / wikimedia / cc-by-sa 3.0

Der Welser Immobilienmarkt hat zwei Gesichter: Zum einen suchen 2.000 Menschen in der Stadt eine Wohnung, zum anderen stehen fast 150 Wohnungen leer. Wels ist die Stadt mit der höchsten Leerstandsrate in Oberösterreich. Der soziale Wohnungsbau ist davon am meisten betroffen.

Vor allem in den Welser Problemvierteln wie zum Beispiel der Noitzmühle ist es kein Problem, eine leere Wohnung zu finden. Insgesamt stehen 149 Domizile frei. Demgegenüber sind beim Magistrat der Stadt 2.000 Wohnungssuchende gemeldet. Aber nicht das soziale Umfeld ist für diesen hohen Leerstand verantwortlich, vielmehr ist es die Ausstattung. Deshalb fördert man nach Auskunft von Wohnbaustadtrat Andreas Rabl die Ausrüstung von Substandard – Wohnungen mit Sanitäranlagen und Heizungen sowie thermische Sanierungen, wie nachrichten.at berichtet hat.

Anderer Trend zeigt sich auf dem privaten Immobilienmarkt

Der private Immobilienmarkt in Wels gehe dagegen in eine völlig andere Richtung: In der jüngeren Vergangenheit stiegen die Preise enorm und das hauptsächlich in guten Lagen. Aktuell befinden sich 1.000 Wohnungen in der Planungs- beziehungsweise Bauphase. Der größte Teil davon sind Eigentumswohnungen. Nachfrage und Preise werden von Anlegern bestimmt, die eine sichere Anlageform für ihr Geld suchen. Im Vordergrund steht bei ihnen der Erhalt des Kapitals, nicht die Rendite. In der Zukunft sollen weitere Projekte genehmigt werden, um der Entwicklung der Preise nach oben entgegenzuwirken.

Zahlreiche weitere Projekte in Wels vorhanden

Die Aufwärtstendenz am privaten Welser Immobilienmarkt ist nicht zu übersehen. Im Zentrum erfolgte vor anderthalb Jahren die Fertigstellung von 23 Wohnungen, die lange vorher verkauft waren. Das Wohnhaus in der Fischergasse mit seinen 27 Wohnungen ist bereits bezugsfertig, für bis zu 3.500 Euro pro Quadratmeter waren die Wohnungen schnell weg.

 

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