Wohnen

Kaum freier Wohnungsmarkt in Wien

von Redaktion am Montag, 15. Oktober 2012
Wien: Nur ein kleiner Teil des Wohnungsbestandes unterliegt dem freien Markt.
Wien: Nur ein kleiner Teil des Wohnungsbestandes unterliegt dem freien Markt. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Das Angebot auf dem freien Wohnungsmarkt in Wien ist überschaubar: für privat vermietete Wohnungen gelten meint Einschränkungen, der Großteil wird öffentlich gefördert.

Knapp fünf Prozent aller Wohnungsmieter in Wien müssen unter den stark steigenden Mieten in Österreichs Hauptstadt leiden. Zu diesem Fazit kommt der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ). Die starken Erhöhungen in den letzten Jahren haben somit Auswirkungen auf einen äußerst geringen Teil der Wiener Mieterinnen und Mieter gehabt. Die restlichen 95 Prozent der Wohnungen – meist Genossenschafts- und Gemeindewohnungen, aber auch viele der Privatwohnungen- liegen im Bereich der Richtwert- und Kategoriemieten.

Über drei Viertel der Wiener Wohnungen sind Mietwohnungen

Der Wohnungsbestand in Wien beläuft sich auf insgesamt 960.000 Wohneinheiten. Über drei Viertel (78 Prozent) davon sind Mietwohnungen, der Rest verteilt sich auf frei stehende Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Reihenhäuser. Ferner fallen Wohnungen, die „sonstigen Rechtsverhältnissen“ unterliegen – zum Beispiel Ausgedingewohnungen oder Wohnungen mit einem „Wohnrecht auf Lebenszeit“ -, darunter. Summa summarum gibt es etwa 750.000 Mietwohnungen, mit eingerechneten Nebenwohnsitzen.

Größter Teil der Wohnungen im Besitz der Stadt

Der öffentliche beziehungsweise geförderte Sektor stellt in dieser Hinsicht den größten Anteil. Auf die Gemeinde Wien entfallen dementsprechend ungefähr 230.000 Wohnungen, etwa 31 Prozent. Von den gemeinnützigen Bauträgern stammen rund 210.000 Wohnungen (28 Prozent). Die restlichen etwa 310.000 Wohnungen (41 Prozent) zählen zum privaten Wohnungsmarkt von Wien, wobei der Begriff „privat“ nicht zu eng gefasst werden darf. In vielen Fällen könne der Mietzins nicht frei vereinbart werden, da eine gesetzliche Mietenbeschränkung übermäßige Mietsprünge verhindert. Gemäß den Berechnungen des Wohnbauressorts bleibt somit ein Anteil von höchstens fünf Prozent übrig, welcher der freien Mietzinsvereinbarung tatsächlich unterliegt. Dort können also die marktüblichen Mieten verlangt werden.

 

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