Energie, Wohnen

Wohnkosten-Explosion in Österreich

von Redaktion am Donnerstag, 19. Juli 2012
Obststand
Wohnung und Wohnnebenkosten start angestiegen: Obst war im Mai das einzige, was für Österreichs Verbraucher günstiger wurde. Foto: Kathrin Neumueller / PIXELIO

Zwar konnte in Österreich eine Abschwächung der Teuerung verzeichnet werden, jedoch stiegen die Kosten für Mieten und Haushaltsenergie dagegen drastisch an.

Immer mehr Österreicher haben mit den hohen Wohnkosten zu kämpfen, obwohl sich im Mai die allgemeine Teuerung abschwächte. Seit November 2010 erreichte die Inflationsrate mit 2,1 Prozent ihren tiefsten Stand, doch dafür explodierten die Wohnkosten. Die Mieten verteuerten sich dem Vorjahr gegenüber um 5,1 Prozent, Instandhaltungskosten für Wohnungen sind um 3,3 Prozent angestiegen und auch die Haushaltsenergie verteuerte sich durchschnittlich um 3,3 Prozent. So schlagen Heizöl und Gas mit neun bzw. fünf Prozent Mehrkosten zu Buche, lediglich die Strompreise blieben gleich. Im Mai fiel somit fast ein Drittel der Teuerung auf den Bereich Wohnung, Energie und Wasser.

Auch Energie wurde teurer

Doch damit war das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht: Die Kosten für Treibstoff stiegen im Mai im Jahresvergleich um fünf Prozent an. Auch bei den Lebensmitteln wurden die Preise angehoben, jedoch nicht so drastisch. Sie wurden durchschnittlich um 2,1 Prozent angehoben, wohingegen Fleisch um fünf Prozent teurer wurde. Um vier Prozent wurden Eier, Milch, Getreide und Brot verteuert. Doch nicht für alle Waren musste in Österreich mehr gezahlt werden, so konnte Gemüse vier Prozent und Obst sogar elf Prozent günstiger eingekauft werden. Der ganz normale Wocheneinkauf von Lebensmitteln, Dienstleistungen und Treibstoffen kostete gegenüber dem Vorjahr im Mai 3,3 Prozent mehr. 2,1 Prozent mehr mussten die Österreicher für den täglichen Einkauf, vor allen Dingen für Lebensmittel, bezahlen.

In Österreich lag der für den Vergleich der Eurozonen ermittelte HVPI (Harmonisierter Verbraucherpreisindex) um 2,3 Prozent höher. Die Inflation in der kompletten Eurozone lag bei 2,4 Prozent, was seit 15 Monaten noch immer der niedrigste Wert ist.

Trotzdem ein Rückgang verzeichnet werden konnte, liegt die Teuerungsrate immer noch über der zwei-Prozent-Marke. Denn bis dahin spricht die EZB (Europäische Zentralbank) von stabilen Preisen. Mario Draghi, EZB-Präsident, ist der Meinung, dass sie dieses Jahr nicht weiter sinken wird. Erst 2013 soll dies eintreten und dann rechnet die EZB mit einer Inflationsrate von durchschnittlich 1,6 Prozent, nachdem es in diesem Jahr 2,4 Prozent sind.

 

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