Wohnen

Konfliktpotenzial in Wohngebieten bekämpfen

von Redaktion am Montag, 21. Mai 2012
Graz
Graz in der Steuermark: Konflikte in Wohngebieten sollen verhindert werden. Foto: günther gumhold / PIXELIO

Überall da, wo viele Menschen auf engem Raum beieinander leben, kommt es zu Konflikten. Gerade in eng besiedelten Wohngebieten können diese Konflikte, sofern sie denn ausbrechen, zu einer starken Verminderung der Lebens- und Wohnqualität der Anwohner führen. Deshalb will die Mietervereinigung Steiermark gemeinsam mit der Landesregierung ein Projekt zur Konfliktvermeidung einführen.

In vielen Wohngebieten in der Steiermark entstehen Konflikte zwischen alt eingesessenen Mietern und neu zugezogenen Anwohnern. Aber auch Konflikte zwischen den Generationen sind keine Seltenheit, sei es, weil der Rasenmäher am Wochenende Berufstätige stört oder die Partys der Jugend das Ruhebedürfnis der Senioren beeinträchtigt. Ebenfalls können sich Konflikte vielfach entwickeln zwischen Mietern und Eigentümern.

Besonders gefährdet sind nach Ansicht der Mietervereinigung Steiermark in diesem Zusammenhang soziale Brennpunkte. Diese Wohngebiete, in denen sich Personen mit Migrationshintergrund oder sozial schwache Familien besonders häufig finden, führen zu massiven Konflikten, die Wohn- und Lebensqualität jedes Einzelnen extrem beeinflussen können.

Geeignete Strategien zur Konfliktvermeidung sollen entwickelt werden

Die oben dargestellten Szenarien sind nur einige, die auch im Erfahrungsschatz der Mietervereinigung Steiermark zu finden sind. Sie will deshalb anhand demographischer Entwicklung, zahlreicher Erfahrungswerte und den Erkenntnissen aus der alltäglich durchgeführten Beratung der Mieter Strategien entwickeln, um das Konfliktpotenzial gering zu halten.

Dafür sollen neben den eigenen Ideen auch Ideen der Landesregierung der Steiermark mit umgesetzt werden. Die Gespräche zwischen Mietervereinigung und Landesregierung sind für die kommenden Monate angesetzt. Größtes Ziel ist es, für ein faires, friedvolles Miteinander zu sorgen, in dem den anderen Anwohnern Respekt entgegen gebracht wird. Toleranz ist dabei ein großes Stichwort, das nur durch gezielte Maßnahmen, in die auch die Bevölkerung mit integriert werden muss, erreicht werden kann. Dieses Ziel hat sich die Mietervereinigung auf die Fahnen geschrieben und wird es hoffentlich umsetzen können.

 

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