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Werkbundsiedlung Wien: Durch Sanierung im neuen Glanz

von Redaktion am Montag, 16. Juli 2012
Werkbundsiedlung Wien
Wiener Werkbundsiedlung vor der Instandsetzung: Baudenkmal mit großem Aufwand saniert. Foto: Brücke-Osteuropa

Als avantgardistisches Bauprojekt wurde die Werkbundsiedlung im Wiener Stadtteil Hietzing 1932 verwirklicht. Das Besondere: 32 Architekten, manche davon mit Weltruhm, hatten sich daran beteiligt. Deshalb ist auch jedes der 48 Häuser ein Individuum.

Doch die Bausubstanz ist inzwischen in die Jahre gekommen. Fenster, Türen und Böden stammen noch aus dem Baujahr 1932, und auch die Sanitär- und Heizungsinstallation bedurfte der Erneuerung. Dass auch die Wärmedämmung nicht den heutigen Anforderungen entsprach, versteht sich da von selbst.

Stadt bezuschusst Sanierung

Deshalb hat sich die Stadt Wien entschlossen, die Sanierung der Werkbundsiedlung mit einem kräftigen Zuschuss zu unterstützen. Rund sieben Millionen Euro lässt es sich die Stadt kosten und trägt damit rund siebzig Prozent der auf zehn Millionen Euro geschätzten Gesamtkosten. Damit soll der ursprüngliche Zustand der Gebäude so weit wie möglich erhalten bleiben oder dort, wo er verändert wurde, wieder hergestellt werden.

Der erste Bauabschnitt, drei Häuser in der Woinovichgasse, seinerzeit geplant von Architekt Gerrit Rietveld, und eines in der Veitingergasse, für das Josef Hofmann verantwortlich zeichnete, ist jetzt fertiggestellt. Die Kellerräume wurden trockengelegt und an der Außenseite mit einer Wärmedämmung versehen. Die Außenanlagen, Gärten und Terrassen, wurden instand gesetzt. Fenster, Türen und Böden wurden erneuert, Sanitär- und Heizungsinstallationen ersetzt. Insgesamt wurden so circa 1,3 Millionen Euro verbaut.

Mieter sind mit dem Ergebnis zufrieden

Jetzt können die Mieter wieder einziehen – und ziehen ein positives Fazit. Eigentlich sei alles viel besser geworden, denn das Wohngefühl habe dadurch, dass es im Haus schon etwas bröckelig war, doch gelitten so eine Mieterin. Da sei es auch legitim, dass die Miete für die kommenden 15 Jahre erhöht wurde.

In drei Bauabschnitten sollen jetzt die restlichen 44 Häuser in Angriff genommen werden. Noch bis zum Ende des Jahres können die Mieter über die Sanierungskonzepte abstimmen. Jeweils ein Jahr ist für die Sanierung eingeplant. Bis 2016 sollen also alle Mieter wieder in ihre Wohnungen zurückgekehrt sein. Auch die Privateigentümer wollen sich größtenteils der Sanierung anschließen.

 

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