Sanieren

Schimmelpilze sollten möglichst schnell entfernt werden

von Redaktion am Montag, 14. Mai 2012
Schimmelpilz an der Decke
Schimmelpilz in der Wohnung: Möglichst schnell entfernen. Foto: Infrogmation / wikimedia / cc-by-sa-2.0

Schimmelpilze in der Wohnung sind eine Gefahr für die Gesundheit der Bewohner. Wer feuchte Mauern hat und Schimmelpilze an den Wänden findet, sollte möglichst schnell gegensteuern.

Feuchtigkeit in der Bausubstanz kann diese auf Dauer schädigen und im ungünstigsten Falle sogar die Gesundheit gefährden. Eines aber ist klar: Maßnahmen zur Trockenlegung sind Sache des Fachmannes. Schon die Diagnose ist nicht einfach, und auch die häufig sehr komplexen Verfahren erfordern den Fachmann.

Das beginnt schon bei der Ursachenforschung. Woher kommt das Wasser? Stammt es beispielsweise aus einer verstopften Regenrinne oder einem Schaden am Dach? Oder ist es nur kondensierte Feuchtigkeit an kalten Wänden? In diesen Fällen kann die Beseitigung der Ursache noch einfach sein. Aber wenn das Wasser durch das Erdreich in das Mauerwerk eindringt? Die niederösterreichische Energieberatung empfiehlt hier die Einschaltung von firmenunabhängigen Sachverständigen.

Der Mensch selbst „produziert“ Feuchtigkeit, eine vierköpfige Familie beispielsweise täglich bis zu zehn Liter. Zusätzlich können Pflanzen, Zimmerbrunnen und Aquarien für Luftfeuchtigkeit sorgen. Wird da nicht für ausreichende Lüftung gesorgt, tritt der Schimmelpilz auf. Das ist häufig nach einem Austausch der Fenster der Fall – die alten waren zwar die Ursache von Wärmeverlusten, sorgten aber für einen konstanten Luftaustausch, während die neuen Fenster dicht sind und die Feuchtigkeit nicht mehr nach außen lassen.

Richtig lüften will allerdings gelernt sein. Im Sommer sollte dann gelüftet werden, wenn die Temperatur draußen geringer ist als im Haus. Im Winter dagegen wird empfohlen, Fenster und Türen kurze Zeit ganz zu öffnen.

Wenn die Feuchtigkeit dagegen im Mauerwerk sitzt, ist die Abhilfe meist teurer. Eventuell muss aufgegraben und die Wand von außen neu abgedichtet werden. Eventuell hilft es auch, per Injektionen in das Mauerwerk eine Feuchtigkeitssperre aufzubauen. Auf umstrittene Alternativen wie die „Gravomagnetokinese“ sollte man sich allerdings nicht verlassen. Die Energieberatung NÖ jedenfalls kann dieses Verfahren nicht empfehlen.

 

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