Sanieren

Wiener Landtag beschließt „Techniknovelle“

von Redaktion am Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die beschlossene „Techniknovelle“ des Wiener Landestages schreibt umweltfreundliches Sanieren und Bauen vor, wenn es wirtschaftlich machbar ist. Sie tritt Ende Januar in Kraft und gilt für alle Wohn-, Büro- und Geschäftsgebäude.

Der Wiener Landtag hat kürzlich eine „Techniknovelle“ zur Wiener Bauordnung beschlossen, mit der die neuen EU-Gebäuderichtlinien aus 2010 umgesetzt werden. Das bedeutet, dass all diejenigen, die einen Hausbau, Zu- oder Umbau vornehmen wollen, sich einer Prüfung zur Installation alternativer Energiequellen unterziehen müssen.

Die Voraussetzung für eine Aufrüstung in Sachen Energieeffizienz ist die Wirtschaftlichkeit, wie derStandard.at berichtete. Wenn diese nicht gegeben sein sollte, kann weiterhin auf herkömmliche Weise gebaut werden. Die Prüfung zur Installation von alternativen Energiequellen wird von einem Sachverständigen vorgenommen. Sind mindestens 25 Prozent der Oberfläche der Gebäudehülle betroffen, dann muss saniert werden. Eine Ausnahme bilden denkmalgeschützte Gebäude.

Hocheffiziente Systeme werden gefordert

In der Novelle heißt es laut derStandard.at, dass „Hocheffiziente alternative Systeme“ künftig eingesetzt werden müssen. Darunter versteht man dezentrale Energieversorgungssysteme auf der Grundlage von Energie aus erneuerbaren Quellen. Als Beispiele gelten hier Solaranlagen für Solarwärme oder Strom aus Photovoltaik. Zudem spielt in der Novelle auch Kraft-Wärme-Kopplungen eine Rolle, „insbesondere wenn sie ganz oder teilweise auf Energie aus erneuerbaren Quellen beruht oder aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stammt“.

Ein weiterer wichtiger Punkt der beim Wiener Landtag auf der Tagesordnung stand, war die Wohnbauförderung bzw. die Wiedereinführung der Zweckbindung derselben. Der zweite Landtagspräsident Johann Herzog (FPÖ) erklärte außerdem, dass die Mietkosten in Wien zur hohen Inflation beitragen würden und forderte die Rückkehr zum Kategoriemietzins sowie den Neubau von Gemeindewohnungen.
Hingegen sich der SP-Abgeordnete und Mietervereinigungs-Präsident Georg Niedermühlbichler für eine Erhöhung der Wohnbauförderung aussprach, so derStandart.at. Seiner Meinung nach, reiche eine bloße Wiedereinführung der Zweckwidmung nicht aus. Das Budget für den Wiener Wohnbau bewegt sich hier bei 558 Millionen Euro.

 

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