Nachhaltigkeit

Green Village Eisenstadt – Ökologisch Wohnen im Burgenland

von Redaktion am Donnerstag, 29. November 2012
Green Village in Eisenstadt.
Green Village in Eisenstadt. Foto: www.sehorst.com

In Eisenstadt entsteht die erste Passivhausanlage im Burgenland. Hier sind die Heizkosten gegenüber dem fortschrittlichen Niedrigenergiehaus nochmals deutlich reduziert.

Dabei muss auf Wohnqualität nicht verzichtet werden. Jede Wohnung verfügt über einen Balkon oder eine Terrasse, die Wohnungen im Erdgeschoss verfügen über einen Garten mit Gerätehütte. Dabei wurde besonders darauf geachtet, dass die Balkone keine Wärmebrücken bilden, die wesentlich zum Energieverlust beitragen können. Deshalb kamen hier die Schöck Isokörbe zur thermischen Trennung zwischen Balkon und Wohnung zum Einsatz.

Beim „Green Village“ kommt eine verdichtete Bauweise zum Einsatz, die weniger Fläche verbraucht. Zwei Wohnblöcke mit 71 und 84 Wohnungen sind geplant. Die Heizung erfolgt durch biogene Fernwärme und Rohrschlangen im Fußboden. Sonnenkollektoren auf dem Dach stützen die Warmwasseraufbereitung, und Fotovoltaikzellen sollen im Sommer den Tagesstrombedarf abdecken. Dazu gehört natürlich eine begrünte Fassade mit Vollwärmeschutz und auch die Dächer sind begrünt.

Das Burgenland hat inzwischen das Niedrigenergiehaus zum Standard erklärt; damit gibt es jetzt für das Passivhaus eine besondere Förderung. Da stört auch nicht das auf dem Dach eingerichtete Schwimmbad. Ab einer bestimmten Größe ist ein solcher Pluspunkt bei der Wohnqualität kein Hindernis für die Förderung.

Der Passivhausstandard muss aber nicht zu einer wesentlich höheren Miete führen. Im „Green Village“ liegt die durchschnittliche Miete bei 6,60 Euro pro Quadratmeter. Dazu ist noch ein Finanzierungsbeitrag von maximal 49.000 Euro erforderlich. Konkret sind dies bei einer 53-m²-Wohnung 360 Euro Miete im Monat und ein einmaliger Finanzierungsbeitrag von 27.000 Euro. Der Hauch von Luxus durch Schwimmbad, Sauna und Fitnessraum ist da inbegriffen. Zu jeder Wohneinheit gehören auch zwei Abstellplätze in der Tiefgarage.

Derzeit sind aus dem ersten Bauabschnitt nur noch zwei Wohnungen frei. Wenn diese nicht gefallen, besteht in einem Jahr nochmals die Möglichkeit zur Miete oder zum Erwerb. Dann wird der zweite Bauabschnitt fertig – allerdings ohne Pool auf dem Dach.

 

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