Gewerbeimmobilien, Nachhaltigkeit

Nachhaltige Gebäude: ÖGNI feiert dreijähriges Bestehen

von Redaktion am Montag, 13. Februar 2012
Green Buildings in Österreich
Green Buildings: Wichtiger Trend in der Immobilienbranche. Foto: Hans Udry / PIXELIO

Vor drei Jahren wurde die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) gegründet. Für ihre Gründung hatten sich insgesamt 125 Unternehmen zusammengeschlossen, die aus der Bau- bzw. Immobilienwirtschaft kommen. Anlässlich des dreijährigen Bestehens der ÖGNI wird es nun Zeit, auf das bisher Erreichte zurückzublicken.

Gunther Maier, Forscher an der Wirtschaftsuni Wien und einer der Mitbegründer der ÖGNI, erklärte, dass schon damals klar geworden sei, dass Bau- und Immobilienwirtschaft den Punkt Nachhaltigkeit bis dato stark vernachlässigt hatten. Als diese Erkenntnis aus den damaligen Forschungen hervorging, war klar, dass die ÖGNI gegründet werden sollte.

Das 3P-Prinzip

Auch Philipp Kaufmann gehört zu den wichtigsten Männern der ÖGNI. Er ist beim Forschungsinstitut für Raum- und Immobilienwirtschaft an der Wirtschaftsuni Wien beschäftigt und der Gründungspräsident der ÖGNI. Er betont, dass die spannenden Fragen nach der Effizienz des Marktes und der Ethik mit der ÖGNI beantwortet werden sollten.

Dabei setzt die ÖGNI auf das 3P-Prinzip, das für Personen, Prozesse und Produkte steht. Insbesondere im Bereich der Produkte konnte die ÖGNI schon einiges erreichen. So geht es hier vor allen Dingen um so genannte „Blue Buildings“, also nachhaltige Immobilien. Dabei werden insbesondere die verwendeten Baustoffe näher unter die Lupe genommen. Die ÖGNI hat extra für derartige Gebäude Handlungsempfehlungen und Richtlinien zusammengestellt und veröffentlicht. Das DGNB-Gebäude-Zertifizierungssystem, nach dem mittlerweile über 40 Gebäude zertifiziert sind, wurde ebenfalls von der ÖGNI eingeführt.

Ethik bei der ÖGNI

Eine besondere Rolle für die ÖGNI spielt aber auch die Ethik. Ethisches Handeln sei insbesondere im Hinblick auf die Bau- und Immobilienwirtschaft von immenser Bedeutung. Die ÖGNI will in diesem Punkt eine Vorreiterrolle in ganz Österreich einnehmen und die Ethik in diesem Bereich zu einem wichtigen Thema machen. Nicht zuletzt werden genauso personelle Anforderungen beleuchtet. So gibt Kaufmann an, dass nur gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter den Anforderungen der neuen, nachhaltigen Immobilienwirtschaft gewachsen seien.

 

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