Mieten

Mieten international: Wien „nur“ auf Rang 60

von Redaktion am Donnerstag, 7. März 2013
Im internationalen Vergleich sind Wiens Mieten moderat.
Im internationalen Vergleich sind Wiens Mieten moderat. Foto: Rewolve44 / PIXELIO

Wien ist ein teures Pflaster. Das zumindest sagen die Österreicher. In einer neuen internationalen Studie befindet sich Wien allerdings nur auf dem 60. Platz. Es gibt also noch wesentlich teurere Städte.

Für die Studie verglich das Personalberatungsunternehmen ECA International die Mietpreise von 130 Städten weltweit. Als Grundlage des Vergleichs dienten Standardwohnungen mit einer Fläche von 80 Quadratmetern, alternativ mit drei Zimmern und die dafür von ausländischen Geschäftsleuten zu zahlenden Mietpreise. Moskau sicherte sich in diesem Zusammenhang den ersten Rang vor Caracas und Tokio.

Moskau schubst Tokio vom Thron und wird teuerste Stadt der Welt

Im letzten Jahr war Tokio Spitzenreiter des Rankings. Nirgendwo sonst wurden so hohe Mieten fällig. Dieses Jahr blieb nur Rang drei für die japanische Metropole, an der Moskau und Caracas vorbeizogen. Hongkong erreichte den vierten Platz, während sich London – letztjährig zweitteuerste Stadt der Welt – dahinter einreiht. Das Leben in Wien ist dagegen als preiswert zu bezeichnen. Während die österreichische Landeshauptstadt 2012 Platz 42 innehatte, kommt sie aktuell „nur“ auf den 60. Im europaweiten Vergleich belegt Wien den 18. Platz, im vergangenen Jahr war es der 16. Innerhalb Deutschlands müssen die Geschäftsleute am tiefsten in München für eine Wohnung in die Tasche greifen. In der globalen Rangfolge steht die Hauptstadt des Bundeslandes Bayern auf Platz 65, Platz 20 ist es in Europa.

Geschäftsleute ziehen Viertel mit einer gewissen Wohnkultur vor

Im Ausland tätige Geschäftsleute, auch Expatriates genannt, haben genaue Vorstellungen bezüglich ihres Wohnumfeldes. Bevorzugt werden Wohnungen in Vierteln mit einem guten Ruf. Die Nähe zu Botschaften und internationalen Schulen spielt ebenso eine Rolle wie attraktive Freizeitangebote. Wohnungen in derartigen Lagen zählen in der Regel zu den teuersten, was wiederum für die Expatriates von untergeordneter Bedeutung ist. Die Mehrzahl von ihnen (über 90 Prozent) erhält laut Nachforschungen von ECA einen Zuschuss zur Miete von den Unternehmen, die sie entsendet haben. Für einen aussagekräftigen Vergleich erfolgte die Umrechnung aller Mietpreise in Euro.

 

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