Immobilienkauf, Mieten

Immobilien: Preise für Wohnungen explodieren

von Redaktion am Montag, 14. Januar 2013
Immobilienpreise in Wien sind dramatisch gestiegen.
Immobilienpreise in Wien sind dramatisch gestiegen. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

In den letzten 12 Jahren haben sich Eigentumswohnungen um 80 Prozent verteuert, Mietwohnungen hingegen nur um 25 Prozent. Eine Richtwertdeckelung in Österreich lehnen die Immobilienverbände deshalb ab. Von einer Immobilienblase wird nicht ausgegangen.

Der Immobilienkauf in den österreichischen Ballungsgebieten ist teuer. In den vergangenen zwölf Jahren stieg der Kaufpreis für eine Eigentumswohnung durchschnittlich um 80 Prozent. In Randlagen hingegen ist der Kaufpreis vergleichsweise viel günstiger. Vor allem Gebiete mit wenig angesiedelter Wirtschaft stechen mit günstigen Immobilienpreisen hervor.

Trotz des hohen Preisanstiegs für Eigentumswohnungen während der Finanzkrise wird nicht von einer Immobilienblase in Österreich ausgegangen. Da die Wohnungen vor allem mit Eigenkapital finanziert würden, sei das Risiko einer Blase weniger groß als beispielsweise in Deutschland und der Schweiz, so der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI). 2012 seien die Preise für Eigentumswohnungen um rund acht Prozent gestiegen, die Prognosen für 2013 gehen von einer Abflachung der Preiskurve auf fünf Prozent Steigerung aus.

Innenstädte und Ballungsräume am teuersten

Besonders hohe Preise werden in den Innenstädten und Ballungsräumen verlangt. Hier sind auch in den vergangenen Jahren die höchsten Preisanstiege zu beobachten. Der Quadratmeterpreis für neue Eigentumswohnungen in Wien beträgt zum Beispiel rund 3.200 Euro. Ältere und gebrauchte Wohnungen können im Schnitt für 2.700 Euro pro Quadratmeter erworben werden.

In der Wiener Innenstadt sind die Preise weitaus höher. Hier kostet der Quadratmeter über 8.000 Euro bei neuen Eigentumswohnungen, bei Luxusimmobilien können Quadratmeterpreise zwischen 20.000 und 25.000 Euro erzielt werden. Günstige Objekte sind unter anderem in Simmering und Fünfhaus zu finden.

Mietpreise stiegen weniger stark

Im Vergleich zum rasanten Anstieg der Kaufpreise sind die Mietpreise mit einem Plus von 25% in den letzten zwölf Jahren noch recht moderat gestiegen. Der Nettoquadratmeterpreis für einfache bis normale Wohnungen liegt in Wien zwischen sechs und acht Euro. Mittelmäßige bis gute Wohnungen sind hingegen ein bis vier Euro teurer pro Quadratmeter. Bei sehr guten Wohnungen verdoppelt sich der Quadratmeterpreis auf zwölf bis fünfzehn Euro.

Richtwertmieten sind noch weniger vom Preisanstieg betroffen. Eine Deckelung der Richtwertmieten lehnen Immobilienverbände auch deswegen ab. Sie seien zumeist unter der Inflationsrate gestiegen. Stieg der Verbraucherpreisindex in den letzten Jahren im Schnitt um 2,6 Prozent, konnte bei den Richtwertmieten nur ein Plus von 1,8 Prozent verzeichnet werden, berichtete „Die Presse“. Eine Deckelung sei deshalb nicht nötig.

 

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