Immobilienkauf, Mieten

Günstige Wohnungen werden knapp in Wien

von Redaktion am Donnerstag, 28. März 2013
Blick über Wien
Wie ein neue Studie über den Wohnungsmarkt belegt, sind die Preise in Wien deutlich angestiegen. Foto: Hartmut910 / PIXELIO

Bezahlbares Wohnen ist in Wien immer weniger möglich. Schuld daran sind die steigende Einwohnerzahl, der Rückgang der Förderung bei Neubauten und die steigende Anzahl an Singlehaushalten.

Die Wohnbaugesellschaft Buwog und der Immobiliendienstleister EHL waren davor, dass die Angebotslücke in der österreichischen Hauptstadt in der Zukunft immer größer wird. Aufgrund der sinkenden Zahl an Neubauten könnten schon im Jahre 2015 6.000 Wohnungen zu wenig errichtet werden, wie der Geschäftsführer der Buwog Gerhard Schuster anlässlich der Präsentation des ersten Wiener Wohnungsmarktberichts, der in Zusammenarbeit mit EHL verfasst wurde, erläuterte.

Leichte Abschwächung wird erwartet

In den vergangenen Jahren war ein starker Anstieg bei den Miet- und Wohnungseigentumspreisen zu verzeichnen. Für die Zukunft dagegen rechnet EHL eher mit einer leichten Abschwächung. Das Unternehmen stellte fest, dass die Quadratmeterpreise für selbstgenutzte Wohnungen in Wien in der Vergangenheit durchschnittlich um 5 Prozent gestiegen sind. 2013 werden lediglich 3 bis 4 Prozent erwartet. Die Mietpreise werden im aktuellen Jahre knapp über der Inflationsrate liegen. Zusätzlich werde die Preisexplosion durch die Förderung von Neubauten sowie Genossenschafts- und Gemeindebauwohnungen vermieden, so die Meinung von EHL-Chef Michael Ehlmaier. Aktuell sei lediglich eine Anpassung an die Immobilienpreise der anderen Großstädte Europas zu verzeichnen.

Große Preisspanne in den Wiener Bezirken gegeben

Bei den Kaufpreisen traten 2012 gemäß den EHL-Daten große Preisunterschiede auf. Im 1. Bezirk wurden bei Neubezug für den Quadratmeter durchschnittlich 16.500 Euro verlangt. Auf Rang zwei folgt der 19. Bezirk, der mit 5.500 Euro allerdings schon deutlich abgeschlagen ist. Im 18. Bezirk wurden im Durchschnitt 5.000 Euro fällig. Am wenigsten mussten Käufer im 11. Bezirk zahlen: mit 2.700 Euro ging es dort verhältnismäßig günstig zu. Der 10. Bezirk brachte Quadratmeterpreise von 2.800 Euro hervor, im 15. Bezirk zahlte man 2.950 Euro.

Die Statistik Austria prognostizierte einen Anstieg der Einwohnerzahl auf über 2 Millionen bis 2050. Damit geht ebenfalls ein Anstieg der Haushalte um 32 Prozent einher. Im Jahre 2011 gab es in Wien etwa 1 Million Wohnungen, von denen 854.000 als Hauptwohnsitz genutzt wurden. Der Rest stand leer, war nicht benutzbar oder als Zweitwohnsitz angemeldet. Buwog und EHL vermuten eine tatsächliche Leerstandsquote von drei Prozent, allerdings soll die gestiegene Nachfrage diese weiter sinken lassen.

 

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