Mieten

Aktionstage des Bündnisses „Wilder Wohnen“

von Redaktion am Montag, 7. Januar 2013
Proteste gegen steigende Mieten: Bündnis "Wilder Wohnen"
Proteste gegen steigende Mieten: Bündnis "Wilder Wohnen". Foto: Screenshot http://wilderwohnen.blogsport.eu/

Die Wohnsituation in Wien hat in letzter Zeit häufig für Schlagzeilen gesorgt. Die Politiker diskutieren das Problem bereits sei Längerem und auch das Bündnis „Wilder Wohnen“ möchte einen Beitrag leisten. In der Gruppierung haben sich Menschen mit verschiedenen Ansichten zusammengeschlossen.

Derzeit liegt bei der Wohnungspolitik in der österreichischen Landeshauptstadt vieles im Argen. Täglich ergeben sich neue Themen, die dringend geklärt werden müssen. Diskussionen führen nicht nur die Politiker, sondern auch die Betroffenen selbst: Die Einwohner Wiens wollen in Eigenregie etwas ändern. Das beweist auch das Bündnis „Wilder Wohnen“. Hier haben sich Menschen mit den unterschiedlichsten Meinungen zusammengefunden. Am Ende wollen sie aber nur eins: Das Wohnen in Wien soll endlich wieder angenehm sein.

Aktionstage machen auf die herrschenden Probleme aufmerksam

Egal, ob es eine Begrenzung der Mietpreise, unbefristete Mieten, das Ende des zwanghaften Umbaus der Stadt oder die strenge Hausordnung in den Wiener Obdachlosenheimen ist, bei „Wilder Wohnen“ ist jeder willkommen, der unzufrieden mit der Mietsituation in Wien ist. Gemeinsam möchte man für eine Veränderung derselben kämpfen. Eine Mieterbewegung aus dem fernen Spanien dient als Vorbild. Dort konnte man sogar Zwangsräumungen verhindern. Ein toller Erfolg, von dem sich die Initiatoren von „Wilder Wohnen“ nur zu gern inspirieren lassen. Die vom Bündnis Anfang Dezember durchgeführten Aktionstage waren ein erster Schritt in die Öffentlichkeit, um auf die Problematik aufmerksam zu machen und das Interesse der Menschen zu wecken.

Demo vorläufiger Höhepunkt

Die Aktionstage liefen von Mittwoch, dem 05.12.2012, bis Samstag, dem 08.12.2012. Höhepunkt war eine Demo am Praterstern. Die Organisatoren waren im Vorfeld nicht untätig und sparen beispielsweise Einladungen an große Mietervereine wie etwa an die SP-nahe Mietervereinigung aus, eine Teilnahme seitens dieser erfolgte aber nicht. Stattdessen fanden sich Abgesandte von kleineren Mietvereinen, Bewohner von Wagenplätzen und Vertreter der Hausbesetzerszene ein. Eine bunte Mischung, welche die in Wien herrschende Situation von allen Seiten beleuchtete. Der Name „Wilder Wohnen“ leitet sich übrigens von Wiener Wohnen ab. Er ist sozusagen eine Parodie darauf.

 

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