Mieten

Initiative kämpft gegen Wiener Leerstand

von Redaktion am Donnerstag, 27. Dezember 2012
Dem Leerstand in Wien soll zuleibe gerückt werden.
Dem Leerstand in Wien soll zuleibe gerückt werden. Foto: Einar Wollweber / PIXELIO

IG Kultur will auf den Leerstand in Wien aufmerksam machen. Allerdings fühlt sie sich dabei von der Stadt im Stich gelassen.

Der Leerstand in Wien gerät in die Kritik der IG Kultur. Demnach kümmere sich die Stadt Wien zu wenig um leer stehende Häuser, Geschäftslokale und Wohnungen.
Dies gab IG Kultur den Anlass selbst aktiv zu werden. Sie reagierte auf den Leerstand mit einem „Leerstandsmelder im Internet. Hier können nun die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt ihre Beobachtungen mitteilen.

Die Erwartungen an den Melder sind groß. So erhofft sich der Vorstand, dass sich die Wiener Karte recht schnell füllt. Erste Einträge wurden bereits getätigt. Diese machen auf den Leerstand in Wien aufmerksam und schaffen Platz für Diskussionen und Vorschläge.

Auch Hamburg und andere Großstädte setzen auf den Leerstandsmelder. Hier funktioniert das System sehr gut und auch die Schweiz will mit einem solchen Melder nachziehen.

Die Website ist laut IG Kultur sehr leicht zu bedienen. Eine wichtige Voraussetzung für das Melden und Kommentieren auf der Seite ist eine Registrierung des Nutzers. Jeder User muss sich zunächst einmal auf der Seite anmelden. Danach kann er selbst ein Objekt „melden“ und auch gemeldete Objekte kommentieren, etwa wenn der dort eingetragene Leerstand bereits Geschichte ist oder es andere wichtige Infos dazugibt.

Allerdings ist IG Kultur von seitens der Stadtpolitik stark enttäuscht. Die Installation einer „Zwischennutzungsagentur“ sei zwar im rot-grünen Regierungsprogramm festgeschrieben, bisher sei dazu aber nichts passiert. Der Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) hat sich laut IG Kultur bisher noch nicht zu dem Leerstandsmelder geäußert.

Die Kulturabteilung der Stadt Wien hat hingegen eine Studie der TU Wien gefördert, die sich mit der „Perspektive Leerstand“ befasst. In der Studie wird die Situation in Wien mit jener in anderen europäischen Metropolen verglichen. Zudem werden Empfehlungen ausgesprochen, beispielsweise für ein „ressortübergreifendes“ Leerstandsmanagement der Stadt.

 

Dieser Beitrag wurde unter Mieten abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.