Mieten

Heizung und Miete werden zum Problem

von Redaktion am Donnerstag, 6. Dezember 2012
Graz Steiermark
In der Steiermark können immer mehr Menschen ihre Miete nicht zahlen. Foto: Jakob Ehrhardt / PIXELIO

Die steigenden Kosten treffen besonders die ärmeren Bevölkerungsschichten in der Steiermark. Wie die Kleine Zeitung jetzt berichtete, sind rund 45.000 Steirer kaum in der Lage, ihre Wohnung im Winter ausreichend zu heizen. Deshalb gibt es jetzt einen Spendenaufruf der Caritas.

Über 3.300 Räumungsklagen gab es im Vorjahr in der Steiermark. Rund ein Viertel der Betroffenen hat sich an die Caritas um Hilfe gewandt, über 500 Klagen wurden schließlich exekutiert. Caritas-Direktor Franz Küberl schätzt, dass rund 45.000 Steirer nicht genug Einkommen haben, um die Wohnung im Winter warmzuhalten. Da fehlt natürlich auch das Geld, um die Wohnung zu dämmen oder alte Heizanlagen oder Elektrogeräte, die als Stromfresser bekannt sind, zu ersetzen.

Küberl sieht vor allem das Land in der Pflicht. Jedem müsse das Recht auf erschwingliches Wohnen eingeräumt werden. Deshalb müsse die sozialpsychiatrische Betreuung der Betroffenen verbessert werden, und vor allem müssten die Anträge auf Mindestsicherung deutlich schneller abgewickelt werden.

Spenden werden von der Caritas gerne entgegen genommen. Mit 30 Euro Spende könnte eine Familie ihre Wohnung zwei Wochen lang heizen. Da sollte es doch möglich sein, Hilfe zu leisten. Bei 1,2 Millionen Einwohnern, davon über 265.000 in Graz, müsste es doch möglich sein, durch Spenden die erste Not zu lindern. Schließlich zeige das eingangs erwähnte Beispiel, dass Menschen durchaus willens seien, alles zu tun, um nicht dauernd der Not ausgesetzt zu sein. Aber vorübergehende Hilfe sei eben nicht zu vermeiden – daher der Spendenaufruf der Caritas.

 

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