Immobilienkauf, Mieten

Wohnen in Graz immer teurer

von Redaktion am Donnerstag, 27. September 2012
Graz
Graz: Die Preise steigen - manche Probleme sind jedoch hausgemacht. Foto: andreas stix / PIXELIO

Wien, Innsbruck und Salzburg sind bekannt für inzwischen zum Teil astronomische Mieten und Preisen, die von Normalbürgern oder Familien mit Kindern kaum noch aufgebracht werden können. Inzwischen wird auch in Graz das Wohnen immer teurer.

Ausschlaggebend für den Preisschub seien nicht die Bauträger und Baufirmen, so Johannes Geiger, Geschäftsführer des in Graz beheimateten gemeinnützigen Wohnbauträgers GWS in einem Gespräch mit „Die kleine Zeitung“. Die Kostenexplosion der Baukosten habe andere Ursachen. Zwar müsse auch sein Unternehmen den Wohnraum immer teurer anbieten, obwohl dies nicht unbedingt sein müsse.

Geiger zählt hier einige Punkte auf: Zunächst geht es um die Autos und deren Unterbringung, natürlich unabhängig davon, ob der Wohnungsinhaber tatsächlich ein Auto besitzt. Dann gibt es auch Auflagen für den Klimaschutz. Und schließlich müsse derzeit jede einzelne Wohnung behindertengerecht gestaltet werden, obwohl überhaupt nicht sicher sei, dass sie jemals von einem Behinderten bewohnt werden würde. Schließlich geht es für ihn auch um die Baudichte, die seiner Meinung nach durchaus höher sein könnte. Alle diese Auflagen und Vorschriften führten schließlich dazu, dass das Bauen teurer würde, und eigentlich sei dies nicht in diesem Umfang notwendig.

Ein weiterer Punkt ist für Geiger die Benachteiligung des sozialen Wohnungsbaus dadurch, dass er mit dem freien Wohnungsbau um die Bauflächen konkurrieren müsse und daher oft den Kürzeren ziehe. Nach seiner Ansicht muss die Wohnbauförderung in jedem Falle trotz aller Einsparungszwänge erhalten bleiben, damit sich die Situation nicht noch weiter verschlechtert. Und die Kommunen könnten durchaus gewisse Aufschließungskosten übernehmen und dafür sorgen, dass ausreichend Flächen für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stehen.

Geiger verspricht sich von einer Lockerung von nicht gerade sinnvollen Auflagen und Vorschriften eine wesentliche Einsparmöglichkeit für die Bauträger. Dann könnten sie den Wohnraum auch wieder preisgünstiger anbieten.

 

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