Mieten

Mietsteigerungen: Inflation steigt

von admin am Donnerstag, 13. September 2012
Die Inflation treibt die Mieten in Österreich.
Die Inflation treibt die Mieten in Österreich. Foto: Petra Bork / PIXELIO

Wenn es darum geht, die Preistreiber bei der Inflation auszumachen, dann werden derzeit meist drei Dinge genannt: die Lebensmittel, weil diese von den Menschen sehr genau beachtet werden, die Treibstoffe, weil hier die Preissteigerungen besonders auffällig sind, und die Mieten – denn sie haben einen großen Anteil an den Ausgaben.

Zwar liegt die Inflation mit 2,2 Prozent derzeit noch deutlich unter den Raten aus dem Vorjahr, aber dennoch ist dies wieder eine kleine Steigerung gegenüber dem Vormonat. Österreich liegt dabei im Mittelfeld der europäischen Staaten. Die niedrigste Preissteigerung beglückte mit weniger als einem Prozent die Schweden, und am schlimmsten hat es mit knapp sechs Prozent die Ungarn getroffen.

Die Mieten entwickeln sich mit plus 5 Prozent zunehmend zum Preistreiber Nr. 1 und lösen darin die Treibstoffe ab, die derzeit eher billiger werden. Strom hat sich dem zwar angeschlossen, aber Heizöl und Gas stiegen um 3,9 Prozent. Auch die Instandhaltung liegt mit plus 2,9 Prozent noch über der Rate der Gesamtinflation.

Für Österreich erwarten die Experten der Bank Austria trotz der im Juni leicht angestiegenen Inflation mit einem moderaten Rückgang. Für das Gesamtjahr sehen sie die Inflation etwa bei 2,0 Prozent, und für 2013 rechnen sie sogar noch mit einer weiteren Reduzierung auf voraussichtlich 1,8 Prozent. Die kritischen Faktoren sind derzeit die zuletzt stark gestiegenen Rohstoffpreise, die unter anderem vom Wetter abhängigen Preise für die Rohstoffe im Agrarbereich und natürlich wie immer auch die Unsicherheiten bei der Ölversorgung durch die Spannungen im Nahen Osten.

Erwähnenswert ist auch der Konjunkturindikator der Bank Austria. Im Juni ist er erstmals seit einem halben Jahr deutlich zurückgegangen. Aufgrund der hohen Verflechtung der heimischen Wirtschaft mit der EU sind die Rückgänge im Ausland auch hier zu spüren. Deshalb wird jetzt mit einer Stagnation in der Wirtschaft gerechnet. Trotzdem erwartet die Bank Austria, dass das österreichische Bruttoinlandsprodukt auch im kommenden Jahr noch um 0,8 Prozent bis 1,5 Prozent wachsen werde.

 

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