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Immo-Dienstleister EHL: Sparpaket betrifft Investments in Vorsorgewohnungen oder Zinshäuser kaum

von Silke Wellnitz am Donnerstag, 15. März 2012
EHL-Experten: Sparpaket betrifft kaum Zins- und Vorsorgehäuser
EHL-Experten: Zins- und Vorsorgehäuser sind kaum vom Sparpaket betroffen. Foto: Bernd Boscolo / PIXELIO

Vorsorgewohnungen sollen durch das neue Sparpaket, das von Österreichs Regierung beschlossen wurde, stark betroffen sein – so hieß es noch vor kurzem, als die Änderungen bekannt wurden. Doch der Immo-Dienstleister EHL ist sich sicher, dass sowohl Vorsorgewohnungen als auch Zinshäuser kaum von den Veränderungen betroffen sein werden.

Sind Investments in Vorsorgewohnungen oder Zinshäuser wirklich vom Sparpaket betroffen? Immo-Dienstleister EHL beziwefelt dies. Eine der Änderungen, die das neue Sparpaket vorsieht, ist die Immobilienbesteuerung. Pauschal sollen Veräußerungsgewinne beim Verkauf der Vorsorgewohnung mit 25 Prozent besteuert werden. Hier halten die Experten von EHL dagegen: Zunächst einmal könne sich diese Regelung in manchen Fällen sogar positiv auswirken, schließlich sind Spitzensteuersätze weit über 25 Prozent bei den Eigentümern von Vorsorgewohnungen keine Seltenheit. Sie könnten mit der pauschalen Besteuerung also sogar Geld einsparen.

Zum anderen zeigt sich seit einigen Jahren der Trend dahingehend, dass Vorsorgewohnungen und Zinshäuser immer seltener aus steuerlichen Gründen gekauft werden. Vielmehr spielen die Sicherheit von Immobilien als Geldanlage, der Schutz vor Inflation, sowie die Renditen aus den Mieteinnahmen eine wichtige Rolle. Da die Mieten in Österreich kräftig steigen, dürften Käufer einer Vorsorgewohnung die Besteuerung des Veräußerungsgewinns am Gesamtertrag kaum zu spüren bekommen.

Vorsorgewohnungen müssen länger gehalten werden

Eine weitere Änderung, die das Sparpaket mit sich bringt, besteht darin, dass Vorsorgewohnungen länger gehalten werden müssen. Bisher galt: Wer innerhalb von zehn Jahren die Vorsorgewohnung verkaufte oder selbst bewohnte, musste die beim Kauf angefallene und vom Fiskus erstattete Vorsteuer zurückzahlen. Diese Frist wird jetzt auf 20 Jahre verdoppelt, gilt allerdings nur für Vorsorgewohnungen, die ab dem 01.01.2012 als solche genutzt werden. Bestehende Objekte sind somit nicht betroffen. Die Rückzahlung der Vorsteuer fällt geringer aus, je länger das Objekt gehalten wird.

Auch hier sehen die EHL-Experten keinen Grund zur Sorge. Die meisten Anleger wollten Immobilien langfristig halten, etwa als Altersvorsorge oder gar für die eigenen Kinder und Enkel. Von daher sei hier ebenfalls kein Rückgang zu befürchten. Der vorliegende Rückgang bei der Investition in Vorsorgewohnungen und Zinshäuser sei ebenfalls nur dadurch bedingt, dass das Angebot zu gering ist.

 

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