Mieten

Mietexplosion in Österreich erregt die Gemüter

von admin am Donnerstag, 16. Februar 2012
Mieten Wien
Sorge um Mietentwicklung in Wien. Foto: selbst / PIXELIO

In ganz Österreich steigen die Mieten für privat vermietete Wohnungen stark an: Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Arbeiterkammer (AK). Die Mieterhöhungen würden Lohnerhöhungen und Inflation stark übersteigen. Nun soll eine Mietobergrenze helfen, die Mieterhöhungen zu dämpfen.

Eine wahre Mietexplosion konnte die Arbeiterkammer (AK), besonders in der österreichischen Hauptstadt Wien verzeichnen, insbesondere bei privaten Wohnungsmieten für Altbauten. Schuld daran sei nach Ansicht der Leiterin der Abteilung Konsumentenpolitik Gabriele Zgubic die Kaltmiete. Sich verteuernde Neben- und Betriebskosten spielten eine untergeordnete Rolle, so Zgubic zum Wirtschaftsblatt.

Zwar räumte die AK ein, dass die Sanierung und Zusammenlegung von Wohnungen einer der Gründe für die Teuerung seien, jedoch nicht als alleinige Begründung herhalten könnten. Auch gemeinnützige Wohnungsgenossenschaften würden – sogar deutlich mehr – sanieren, die Preise jedoch deutlich weniger erhöhen.

Nach Ansicht des Geschäftsführers des Verbands der Immobilientreuhänder, Anton Holzapfel, ist die Studie so nicht ganz korrekt. Seiner Meinung nach kann eine Wohnung der Kategorie D von vor zehn Jahren nicht mit einer Wohnung der Kategorie A von heute verglichen werden. Laut Holzapfel könnte dann auch gesagt werden, dass ein heutiger Mercedes teurer ist, als es vor zehn Jahren ein Lada war. Zudem gäbe es in Wien keine explosionsartigen Mietsteigerungen, Prognosen, dass die Mieten in Wien bis 2020 nochmals um 1/3 steigen würden, glaubt Holzapfel dem Wirtschaftsblatt zufolge nicht.

Dennoch warnt die Arbeiterkammer vor den sozialen und gesellschaftlichen Folgen weiterhin steigenden Mieten. Würden Mieter die Hälfte ihres Einkommens für den Mietzins aufwenden müssen, würden Konsum und Wirtschaft darunter leiden. Dagegen sollen starre Mietobergrenzen helfen.

 

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