Mieten

Wiener Wohnrechtstage: Erste Auflage traf ins Schwarze

von admin am Montag, 19. Dezember 2011
Schönheitsrenovierung der Wohnung
Das Mietrecht: Häufig im Wandel, häufig Streitpunkt. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Am 1. und 2. Dezember luden der Österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen, die Mietervereinigung Österreich und der Österreichische Mieter-, Siedler- und Wohnungseigentümerbund zu den ersten Wiener Wohnrechtstagen ein. Schnell stellte sich heraus, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg war. Mit über 130 Teilnehmern war die Kapazität bis auf den letzten Platz ausgeschöpft.

Die Wiener Wohnrechtstage geben den Teilnehmern die Möglichkeit, aktuellen Entwicklungen und Dauerbrenner in Sachen Wohnrecht darzulegen und zu diskutieren, darunter ein Überblick über die neueste wohnrechtliche Judikatur. Auch Themen wie Erhaltung und Instandhaltung sowie Verkehrssicherungspflichten standen auf dem Tagungsplan. Die Anregungen zu den gewünschten umfangreichen fachlichen Diskussionen gaben namhafte Referenten, die unterschiedliche Sichtweisen zu den Schwerpunkten darbrachten.

Die Eröffnung erfolgte durch Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig. Er äußerte sich ebenfalls positiv über die große Resonanz auf diese Veranstaltung. Georg Niedermühlbichier als Präsident der Mietervereinigung legte die Betonung seines Grußwortes auf die Bedeutung der Tagung. Es gibt nur wenige Rechtsgebiete, die ständigen Änderungen unterworfen sind: Das Mietrecht gehört dazu und darum sollen die Wiener Wohnrechtstage in der Zukunft eine feste Institution werden. Einmal jährlich ist die Durchführung der Versammlung vorgesehen. Die Schwerpunkte werden den aktuellen Gegebenheiten angepasst und wechseln regelmäßig.

Auch der Obmann des Österreichischen Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen, Mag. Karl Wurm, sieht in den Wiener Wohnrechtstagen einige Vorteile. Es ergibt sich hier für die Besucher die einmalige Gelegenheit, auf die derzeitige Rechtslage eine übergreifende Sichtweise zu bekommen. Sein besonderes Lob galt den Veranstaltern. Wurm brachte seine Anerkennung darüber zum Ausdruck, dass es diesen gelungen ist, Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Hausverwaltungen, Mieterschutzorganisationen, öffentlichen Stellen, gemeinnützigen Bauvereinigungen und dem Mietrechtsbereich zum Meinungsaustausch an einen Tisch zu bringen.

Prof. Dr. Klaus Lugger als Aufsichtsratsvorsitzender des GBV attestierte den angesprochenen Themen eine große Wichtigkeit für die tägliche Arbeit der teilnehmenden Personen. Der Vizepräsident des Österreichischen Mieter-, Siedler- und Wohnungseigentümerbunds, Mag. Robert Rintersbacher, sprach von einer organisationsübergreifenden Initiative, die deutlich macht, dass ein großes Interesse an der schnellen und außergerichtlichen Bereinigung von alltäglichen Meinungsverschiedenheiten zwischen Vermietern und Nutzern besteht.

Ein breites Potpourri an Wissensaneignung, -vertiefung und –erweiterung und natürlich auch dem einen oder anderen Spaß konnten die Teilnehmer an den beiden Tagen erleben. Also eine rundum gelungene Veranstaltung. Darüber war man sich am Ende einig und das sowohl unter den Veranstaltern und Referenten wie auch den Gästen.

 

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