Immobilienkauf, Mieten

Miet- und Kaufpreise: Innsbruck ist am teuersten

von Silke Wellnitz am Mittwoch, 22. Juni 2011
Innsbruck
Innsbruck ist im Vergleich die teuerste Landeshauptstadt zum Kaufen und Mieten. Foto: heidemarie baier / PIXELIO

Der offizielle Immobilienpreisspiegel der Wirtschaftskammer sowie eine aktuelle Studie von Immobilien.net und Innreal vergleicht die Miet- und Kaufpreise der österreichischen Städte. Innsbruck schneidet unter den Landeshauptstädten dabei am teuersten ab.

Die Wirtschaftskammer hat den aktuellen Immobilienpreisspiegel herausgegeben. Im Vergleich der Landeshauptstädte hat Innsbruck den teuersten Miet-Schnitt, wie auch eine Studie von Immobilien.net und Innreal bestätigt. Mit etwa 11 Euro netto kalt liegt hier der Durchschnitt pro Quadratmeter sogar höher als in der Bundeshauptstadt Wien (knapp über 10 Euro/qm).

„Innsbruck ist die teuerste Landeshauptstadt für Mieter“, bekräftigt Alexander Ertle, Geschäftsführer von Immobilien.net, gegenüber TT.com das Ergebnis der Studie. Innreal-Geschäftsführer Gebhard Jenewein vermutet, dass die geringe Bautätigkeit außerhalb des gemeinnützigen Sektors bei Mietwohnungen Auslöser dieses Preisbooms sein könnte. Die große Nachfrage nach Innsbrucker Mietwohnungen für Studenten tue sein Übriges.

Vergleicht man die Mieten im Bundesland Tirol, so liegen die Mietpreise in Jochberg oder Reith b. Kitzbühel mit 18 bis 20 Euro pro Quadratmeter noch weit über dem Durchschnitt in der Landeshauptstadt Innsbruck. Am günstigsten lassen sich Wohnungen in Tirol im Bezirk Imst (7 Euro) und Kufstein (8 Euro) mieten. Der mittlere Tiroler Schnitt liegt bei 9,68 Euro/m², Tendenz steigend.

Kaufpreise ebenso im Landeshauptstadtvergleich am teuersten

Auch beim Eigentum liegen die Innsbrucker Preise im Vergleich der Landeshauptstädte vorne: Der Durchschnitt von 3946 Euro pro Quadratmeter ist wiederum erheblich höher als der in Wien (3760 Euro). Blickt man auf ganz Tirol, kann Innsbruck auch hier vom Bezirk Kitzbühel mit 4010 Euro getoppt werden, denn in den Städten Reith oder Aurach werden in Einzelfällen bis zu 6500 Euro/m² verlangt.
Das teuerste Haus liegt im Bezirk Kitzbühel: Für 350 m² Wohnfläche müssen hier 13 Mio. € gezahlt werden. In Kitzbühl findet sich auch die teuerste Wohnung, welche mit 2,9 Mio. Euro zu Buche schlägt.

Verteuerung auch beim Tiroler Baugrund

Die Preise für Baugrund können in Tirol ein Plus von 9,4 Prozent verzeichnen, sodass man in Innsbruck bei 409 €/qm Baugrund liegt. Jenewein bezweifelt dieses Ergebnis der Studie: „400 Euro würde ich mir wünschen. In Innsbruck werden zwischen 800 und 1200 Euro bei höherer Baudichte geboten.“ Im Vergleich dazu: Der Tiroler Durchschnitt liegt bei 175 Euro/m² Baugrund. Der Unterschied zwischen Bundesland und Landeshauptstadt ist also eklatant.

 

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