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Immobilienpreisspiegel 2011: Preisanstieg bei Eigentum

von Katharina Block am Freitag, 17. Juni 2011
Haus im Grünen
Preisanstieg bei Eigentum besonders hoch. Foto: Thorben Wengert / PIXELIO

Bei der Präsentation des Immobilienpreisspiegels 2011 durch die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) wurde deutlich, dass es in fast allen Bereichen zu Preissteigerungen kam. An erster Stelle steht dabei vor allem Wien.

Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich resümierte bei der Präsentation des Immobilienpreisspiegels 2011: „Die Preise für Eigentum steigen, Mieten bleiben stabil“. In Wien führe die Verknappung des Wohnraumes zu einem steigenden Preisdruck. In Wien würde zu wenig gebaut werden und auch die Kommunen könnten durch ihre angespannte finanzielle Lage den Wohnbedarf nicht mehr decken. Deshalb befürchtet Malloth, dass bestimmte Bevölkerungsteile bald nicht mehr zu erschwinglichen Preisen mit Wohnraum versorgt werden könnten. Er fordert daher steuerliche Anreize für die Wohnraumschaffung, so dass verstärkt gewerbliche Anbieter für die Kommunen einspringen und den Wohnbedarf decken.

Vor allem in Wien schießen die Preise in die Höhe

Nach wie vor werden Immobilien als sichere Geldanlage und als Schutz vor Inflation angesehen. So hält der Höhenflug auf dem Immobilienmarkt auch weiterhin an. Die Preise für Baugrund stiegen in ganz Österreich um 4,4 Prozent an. Spitzenreiter ist hier Wien, wo die Preise um 4,67 Prozent stiegen. Auch bei den Eigentumswohnungen kam es bei fast allen Bundesländern zu einem Preisanstieg. Sowohl bei gebrauchten Eigentumswohnungen (4,3 Prozent) als auch bei Eigentumswohnungen im Erstbezug (3,2 Prozent) ist eine Steigerung zu erkennen. Auch bei dieser Entwicklung liegt Wien wieder ganz vorn. Weiterhin gab es bei den Einfamilienhäusern einen Anstieg der Preise (durchschnittlich 3,3 Prozent), vor allem im Burgenland. Die Mietpreise dagegen sind zwar gestiegen, entwickelten sich jedoch generell unterhalb der Inflation. Größere Preissteigerungen gab es vor allem in Salzburg, Wien und Begenz.

Laut Malloth sei die Obergrenze bei den Immobilienpreisen noch nicht erreicht. Durch die Wohnraumverknappung werden Immobilien auch zukünftig teurer werden. In Wien schließe er sogar einen Preisanstieg von zehn bis zwanzig Prozent nicht aus. Insgesamt würde dies natürlich keine gesunde Entwicklung darstellen.

 

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