Bauen, Mieten

Wohnungsbauförderung in Saalbach-Hinterglemm

von Katharina Block am Freitag, 17. Juni 2011
Saalbach-Hinterglemm Skilift im Winter
Tourismus in Saalbach-Hinterglemm lässt Mieten steigen. Foto: F30, Lizenz: cc-by-sa

In Tourismusorten wie Saalbach-Hinterglemm werden bezahlbare Wohnungen immer seltener. Viele Einheimische entscheiden sich daher dafür, den Ort zu verlassen und in benachbarte Gemeinden abzuwandern. Gefördertes Wohnen soll diesem Trend entgegenwirken.

In Saalbach-Hinterglemm ist alles auf Tourismus geeicht. Besonders im Winter ist im Ort viel los. Neben der Saison hingegen wirkt er dagegen fast wie ausgestorben, denn nur 2877 Einwohner haben ihren Hauptwohnsitz in Saalbach-Hinterglemm. Zwei Drittel der Wohnungen sind als Zweitwohnungen gemeldet. Da die Grundstücks- und Immobilienpreise direkt an der Skipiste in die Höhe steigen, wirkt sich diese Steigerung auch direkt auf die Mietpreise im Ort aus. Für viele Saalbacher werden die Mieten somit unbezahlbar. In den letzten Jahren sind rund 100 Einwohner in andere Gemeinden abgewandert, da die Mieten zu hoch und die Anzahl der Wohnungen zu gering ist.

Erstes Förderprojekt bereits beendet

Diese Entwicklung wirkt sich auch auf das Leben in der Gemeinde aus, deshalb soll diesem Trend durch Bausicherungsmodelle entgegen getreten werden. Bereits im Oktober wurde im Ortsteil Jausern ein gefördertes Wohnungsbauprojekt fertiggestellt. Die Wohnungsbaugesellschaft Bergland konnte 22 Mietwohnungen an junge Mieter und Familien übergeben, die somit in ihre erste eigene Wohnung ziehen konnten. Im Auftrag der Gemeinde hatte Bergland das Grundstück einem deutschen Besitzer abgekauft, um Holzwohnbauten zu errichten. Die Unterstützung der Gemeinde beim Ankauf des Grundstücks belief sich dabei auf insgesamt 370.000 Euro.

Die Nachfrage nach geförderten Wohnungen ist weiterhin sehr hoch. Auch zukünftig will die Gemeinde daher nach günstigen Grundstücken und Partnern Ausschau halten, um Wohnprojekte zu fördern, erklärte Bürgermeister Peter Mitterer gegenüber derStandard.at. Um die Abwanderung in Nachbargemeinden aufzuhalten sind daher bereits weitere Projekte für dieses Jahr und auch für 2012 geplant.

 

Dieser Beitrag wurde unter Bauen, Mieten abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentare sind geschlossen.