Immobilienkauf

Preissturz bei Kärntner Immobilien

von Redaktion am Donnerstag, 14. März 2013
Innenstadt von Klagenfurt
Klagenfurt: Besonders betroffen vom Rückgang der Kaufpreise ist Kärnten. Foto: Mariocopa / PIXELIO

Der österreichische Immobilienmarkt ist in Bewegung. Der Zuzug in die Städte hält unvermindert an, während die Immobilien in den ländlichen Gebieten im Preis zurückgehen. Besonders Kärnten ist hiervon betroffen: In einzelnen Bezirken ergaben sich Preisrückgänge von bis zu zwanzig Prozent. Neben Kärnten sind aber auch die nördlichen Grenzregionen in Nieder- und Oberösterreich und Teile der Südoststeiermark betroffen.

Neben dem Ballungszentrum Wien sind vor allem im Raum Linz sowie im oberösterreichischen Wels und Steyr die höchsten Preissteigerungen zu verzeichnen. Wie die Immobilienmarktanalyse für 2012 von Immobilien.net zeigt, betrugen die Preissteigerungen in Wels beispielsweise bis zu 30 Prozent, in Steyr bis zu 26 Prozent, und selbst im Bezirk Linz-Land mussten 24 Prozent mehr gezahlt werden. Zweistellige Zuwachsraten bei den Preisen für Immobilien gab es auch im Einzugsbereich von Salzburg sowie in den Bezirken Hallein und St. Johann im Pongau.

Insbesondere aus Kärnten wird dagegen von einer entgegengesetzten Entwicklung berichtet. Im Umkreis von Klagenfurt und Villach verloren Eigentumswohnungen im letzten Jahr fast zwanzig Prozent ihres Wertes. Und auch bei den Preisrückgängen für Einfamilienhäuser führt Kärnten die Liste an: Rund zehn Prozent verloren sie etwa in den Bezirken Feldkirchen, Wolfsberg und St. Veit/Glan.

In anderen Landesteilen waren dagegen die Preisrückgänge nicht so stark. Im Bezirk Gmunden etwa verloren Eigentumswohnungen „nur“ zehn Prozent an Wert, im Bezirk Feldbach waren es etwa 9 Prozent und auch in Hollabrunn war ein durchschnittlicher Preisrückgang von vier Prozent zu verzeichnen. Sicherlich hängt dies auch damit zusammen, dass sich die Immobilienvorstellungen der Menschen gewandelt haben. Es wird mehr Wert auf eine attraktive Lage, eine gute Infrastruktur und hohe Lebensqualität gelegt. Allerdings werden viele dieser Voraussetzungen in den ländlichen Gebieten nicht erfüllt, was den Rückgang der Nachfrage und damit auch die Wertverluste erklärt.

Die Preisveränderungen bei den Immobilien wirkten sich aber offenbar nicht auf die Mieten aus. Sie stiegen nominal zwar noch an, doch liegt dieser Anstieg unterhalb der Inflationsrate.

 

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