Immobilienkauf

Immobilien in Kärnten sind wieder im Kommen

von Redaktion am Montag, 25. März 2013
Wörthersee
Besonders die Immobilien am Wörthersee haben an Wert zugelegt. Foto: Birgit Winter / PIXELIO

Im letzten Jahr waren Immobilieneigentümer häufig benachteiligt. Gerade in ländlichen Regionen im Süden Österreichs mussten sie teils kräftige Preisstürze hinnehmen. Was vor einigen Jahren noch zu Höchstpreisen verkauft werden konnte, bringt heute kaum noch etwas ein. Doch eine neue Studie gibt Hoffnung auf eine Kehrtwende.

Eine Analyse von Immobilien.net verdeutlicht die bisherige Entwicklung: einige nördliche Grenzregionen in Ober- und Niederösterreich sowie Teile der Südoststeiermark sind besonders vom Wertverfall der Immobilien betroffen, während in den Zentren deutliche Preissprünge zu verzeichnen sind. Eine andere Studie, die vom Immobilienunternehmen Remax erstellt wurde, will hingegen belegen, dass Immobilien in Kärnten dank des starken 4. Quartals 2012 deutlich an Wert gewonnen haben.

Fakten der Immobilien.net-Analyse

Im Durchschnitt verloren Eigentumswohnungen in den Bezirken Klagenfurt-Land und Villach-Land in 2012 rund 19 Prozent an Wert. Bei Einfamilienhäusern in den Bezirken St. Veit/Glan, Feldkirchen und Wolfsberg lag der Wertrückgang bei durchschnittlich 10 Prozent.

Doch während auf dem Lande der Werteverfall deutlich zu spüren ist, sind in den Zentren im letzten Jahr deutliche Preissprünge zu verzeichnen. In Wien beispielsweise erhöhten sich die Preise für gebrauchte Eigentumswohnungen im Vergleich zum Jahre 2011 im Durchschnitt um 5,7 Prozent. Auch im oberösterreichischen Raum Linz-Wels-Steyr mussten Käufer für Eigentumswohnungen einen wesentlich höheren Preis bezahlen. Ähnlich sieht es bei Einfamilienhäusern aus, dem beliebtesten Wohnwunsch der Österreicher. In der Stadt Steyr war im letzten Jahr ein Wertzuwachs von 26 Prozent zu verzeichnen. Weitere Wertzuwächse gab es auch im Einzugsgebiet Salzburgs sowie in den Bezirken Hallein und St. Johann im Pongau.

Und die Mietsituation?

Obschon der Eigentümermarkt starken Schwankungen unterlegen ist, hat dies kaum Auswirkungen auf den Mietermarkt. Bundesweit lagen die Preissteigerungen auf dem freien Mietmarkt im Durchschnitt bei 1,5 Prozent im vergangenen Jahr. Da die Inflation abgezogen werden muss, sind die Mieten real sogar um 0,9 Prozent gesunken. Selbst in Wien, das traditionell als eine der teuersten Städte für Mietwohnungen bekannt ist, lagen 2012 die Preise mit 9,90 bis 11,20 Euro pro Quadratmeter im Durchschnitt unter vergleichbaren Metropolen wie etwa Hamburg (11,50 und 14,90 Euro) und in München (12,10 bis 14,10 Euro).

Neue Studie von Remax: Immobilienboom kommt in Kärnten an

Eine neue Studie des Immobilienunternehmens Remax belegt anhand der Grundbucheinträge von 2012, dass Ende des Jahres ein starker Anstieg stattgefunden hat. Obschon Kärnten im Durchschnitt wieder mit Vorarlberg und Burgenland das Schlusslicht bildete, hat die Entwicklung dort eine positive Wende genommen. Gegenüber dem Vorjahr wurden ungefähr 30% mehr Immobilienkäufe verzeichnet. Kärnten ist allerdings häufig von Preisschwankungen betroffen: Während 2011 eine Eigentumswohnung im Schnitt € 117.446 kostete, stieg der Preis 2012 auf € 140.306 und ist somit um ca. 20% gestiegen.

Zu den Gegenden mit dem höchsten Anstieg an Verkäufen zählt vor allem Klagenfurt und der Wörthersee-Raum, aber auch Villach Stadt & Land und die Gegend um den Millstätter See erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Quadratmeterpreis liegt in Kärnten mittlerweile bei durchschnittlich € 2.112. Man darf also gespannt sein, wie sich die Immobilienpreise in Kärnten dieses Jahr entwickeln.

 

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