Immobilienkauf

Die Auswirkung der Fördermittelkürzung auf das Bausparen

von Redaktion am Montag, 11. März 2013
Bausparkassen trotzen der Förderkürzung.
Bausparkassen trotzen der Förderkürzung. Foto: Kurt F. Domnik / PIXELIO

Angesichts einer Halbierung der staatlichen Förderung für das Bausparen – sie wurde zum 1. April 2012 wirksam – sackten die Neuabschlüsse für Bausparverträge im ersten Quartal 2012 drastisch ab. Allerdings konnte sich das Bauspargeschäft besonders im letzten Quartal 2012 wieder deutlich erholen. So blieb die Zahl der Neuabschlüsse zwar um 7,2 Prozent unter der des Vorjahres. Dieser Rückgang war übers Jahr gesehen aber doch nicht so erheblich, wie es im Vorfeld bei der Diskussion um die Förderkürzung befürchtet wurde.

Trotz eines Rückgangs um 1,2 Prozent auf 5,1 Millionen Verträge waren die Bausparinstitute deshalb mit dem Geschäftsjahr doch recht zufrieden. Sie werten den relativ geringen Rückgang als eine sehr gute Entwicklung im Vergleich mit ihren Erwartungen.

Bei den Einlagen und den Ausleihungen dagegen können die Institute für das letzte Jahr wieder neue Rekorde vermelden. Die Einlagen stiegen um 3,6 Prozent; das entspricht einem Zuwachs von etwa 700 Millionen Euro auf 19,96 Milliarden Euro zum Ultimo des Jahres. Auch die Ausleihungen legten um gut drei Prozent auf 19,32 Milliarden Euro zu. Der durch die Niedrigzinsphase eingeleitete Rückgang des Bauspargeschäftes verzeichnete damit seit 2009 ein deutliches Comeback.

Die staatliche Förderung des Bausparens betrug 2012 nur noch ca. 67 Millionen Euro. Gut 40 Prozent wurden deshalb gegenüber der Vorjahresförderung von 114 Millionen Euro eingespart.

Insgesamt sehen die Bausparkassen optimistisch in die Zukunft. Bausparchef Schmiedinger zeigte sich beim Jahrespressegespräch davon überzeugt, dass Österreich mehr Wohnungen und damit mehr Bausparleistung brauche. Bezahlbares Wohnen stehe heute bei der Politik auf der Tagesordnung und dazu würde das Bausparen seinen Beitrag leisten. Vor allem hofft die Branche auf mehr Sanierungen im Eigenheimsektor, eines der klassischen Einsatzgebiete von Bausparverträgen. Außerdem wünschen sich die Bausparkassen neue Anlageprodukte, etwa nach dem Vorbild des Deutschen „Bau-Riester“, um auch längere Laufzeiten bei den Bausparprodukten anbieten zu können. Da wäre eine staatliche Förderung natürlich hilfreich. Angesichts der gerade erfolgten Kürzung in diesem Bereich erscheint diese Hoffnung allerdings als trügerisch.

 

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