Immobilienkauf

Boom: Deutsche kaufen Ferienhäuser in Österreich

von Redaktion am Montag, 24. September 2012
Kitzbühel
Kitzbühel und Co: Ferienhäuser in Österreicher immer beliebter. Foto: Marcus Brauer / PIXELIO

Die Angst vor der Eurokrise treibt die Menschen zum Betongold, das als krisensicher angesehen wird. Nach dem Eigenheim sind jetzt offenbar Ferienwohnungen gefragt. Zwar suchen über die Hälfte nach einem Feriendomizil innerhalb des eigenen Landes, die Alpenrepublik ist jedoch hinter Spanien (11 %) mit neun Prozent schon die zweitbeliebteste Adresse.

Durchschnittlich geben deutsche Staatsbürger 180.000 Euro für ihr Ferienhäuschen in Österreich aus. Das reicht zwar aus, um im Zillertal, beispielsweise in Mayrhofen, eine Ferienwohnung in mittlerer Lage zu kaufen, aber für bessere Lagen werden teilweise bis 4.500 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Für ein attraktives Haus können so schon einmal 500.000 Euro fällig werden. Wer nicht so viel investieren möchte, kann die Ferienimmobilie auch mieten. So können in Tirol auch Berghöfe im Jahresrhythmus gepachtet werden. Vorteil: Die Domizile können bei Nichtgefallen später gewechselt werden.

Vor allem Kitzbühel ist in Österreich das Traumziel schlechthin, doch kommen Wohnungssuchende mit derartigen Summen dort kaum zum Zuge. Selbst für Berghöfe ohne Blick auf die Gipfel schon 1,2 Millionen Euro gefordert und gezahlt, selbst wenn die Höfe schon in die Jahre gekommen sind. Sehr gut ausgestattete Häuser in den Toplagen sind noch teurer: von vier bis zwanzig Millionen Euro reicht da die Preisspanne. Das Tiroler Landhaus mit Blick auf Hahnenkamm und Wilden Kaiser hat eben seinen Preis – und in den letzten vier Jahren haben sich die Immobilienpreise hier glatt verdoppelt.

Selbst edle Wohnungen im Dorf wechseln erst bei 15.000 Euro pro Quadratmeter den Eigentümer. Für gute Lagen liegt die Spanne zwischen 4.000 und 7.000 Euro pro Quadratmeter. Günstiger wird es allerdings außerhalb von Kitzbühel. Da liegen die Preise um etwa fünfzig Prozent niedriger.

Doch muss es nicht die Spitzenlage sein, das Ferienhaus ist keine Domäne der Vermögenden mehr. Nicht nur Unternehmer und Promis kaufen, sondern auch Handwerksmeister, Lehrer und Bankangestellte leisten sich ein Urlaubsdomizil.

 

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