Energie, Immobilienkauf

Energieeffizienz: Angaben in Wohnungsanzeigen werden Pflicht

von Redaktion am Montag, 17. Dezember 2012
Neue Energieausweis-Regelungen.
Neue Energieausweis-Regelungen. Foto: ovi.at screenshot

Wer eine Wohnungsanzeige in der Zeitung oder im Internet aufgeben möchte, ist seit dem 1. Dezember 2012 dazu verpflichtet, den Energieaufwand der Immobilie anzugeben. Unterbleibt dies, droht eine Strafe.

Das Vorzeigen eines Energieausweises ist bereits seit 2009 Bedingung. Zur Vermietung oder zum Verkauf eines Hauses oder einer Wohnung ist die Vorlage eines solchen gegenüber dem potenziellen Mieter oder Käufer zwingend erforderlich. Nun gibt es eine weitere Regelung: Wer in Internet oder Zeitung inseriert, muss in der Anzeige die Angaben zur Energieeffizienz vorhanden sein. Das teilte aus aktuellem Anlass der Österreichische Verband der Immobilienwirtschaft (ÖVI) mit. Das neue Energieausweisvorlagegesetz als Grundlage dieser Regelung ist bereits zum 1. Dezember des Jahres in Kraft getreten.

Informationspflicht gilt für Vermieter, Verkäufer und Makler

Unter die Neuregelung fallen Vermieter, Verkäufer und die mit der Suche nach einem Käufer beziehungsweise Mieter beauftragten Makler. Angegeben werden muss der Gesamtenergieeffizienzfaktor (fGEE) und der Heizwärmebedarf (HWB), wobei ersterer lediglich in den neuesten Energieausweisen steht. Ist nur ein älterer Energieausweis vorhanden, sind Informationen zum Heizwärmebedarf ausreichend. Derartige Ausweise behalten für die nächsten zehn Jahre ihre Gültigkeit.

Mit den zur Verfügung gestellten Daten soll ein Mieter oder Käufer die Immobilie besser bewerten können. Weiter lassen sich die Betriebskosten so transparenter darstellen. Schlussendlich hat die Energieeffizienz ebenfalls Einfluss auf den Preis. Die Ausweise werden von Ingenieurbüros und Baumeistern ausgestellt.

Bei Versäumnissen drohen empfindliche Strafen

Wer es unterlässt, seiner Informationspflicht nachzukommen, dem drohen empfindliche Verwaltungsstrafen bis zu 1450 Euro. Gerade an Makler möchten die Gesetzgeber besonders appellieren. Sie sehen sich häufig der Situation gegenüber, dass der Auftraggeber – also der Vermieter oder der Verkäufer der Immobilie – von den neuen Bestimmungen keine Kenntnis hat. Weiterhin mangele es an der Bereitschaft bei der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben, weiß Anton Holzapfel vom ÖVI. Es habe allerdings keine Konsequenzen für den Makler, hat er den Auftraggeber über die Erforderlichkeit eines Energieausweises unterrichtet und jener bringt diesen nicht bei.

 

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