Immobilienkauf

Österreicher vererben pro Jahr Immobilien um 10 Milliarden Euro

von Redaktion am Montag, 3. Dezember 2012
Immobilie Kirche am Achensee
In ländlichen Gegenden werden besonders häufig Immobilien vererbt. Foto: Rolf / PIXELIO

Noch nie war der Wert der privaten Immobilien in Österreich so hoch wie heute, aktuell ist er sogar doppelt so hoch als der Geldvermögenswert. Jährlich beträgt der Wert der vererbten Immobilien zehn Milliarden Euro. Das ergab eine Studie der GfK.

Das Ergebnis: 74 Prozent der 1.800 Studienteilnehmer über 50 Jahren eine Immobilie hinterlassen werden. Der durchschnittliche Wert der vererbten Immobilien liegt bei 220.000 Euro. Dass der Wert im Westen höher als im Osten ist, begründet sich durch die höheren Grundstückspreise. Geld erhalten die Erben von 65 Prozent der Befragten.

Vererbung von Immobilien und Geld unterliegt regionaler Beeinflussung

In der österreichischen Landeshauptstadt Wien leben die Menschen hauptsächlich zur Miete, weshalb nur 46 Prozent eine Immobilie weitergeben werden. In Niederösterreich dagegen geben 86 Prozent an, ihren Erben eine Immobilie zu vermachen. Im Gegensatz dazu halten 72 Prozent der Hauptstädter Geldvermögen als Nachlass bereit. Allerdings hat gerade diesen erst ein Drittel von ihnen geregelt. In allen Bundesländern haben sich dagegen bereits 42 Prozent um die Vorsorge für ihre Nachkommen gekümmert.

Immerhin teilt sich bei 60 Prozent der Befragten über 50 das Erbe auf zwei oder mehr Personen auf. Zu den Bedachten zählen fast ausschließlich Verwandte. Lediglich ein Prozent vererben außerhalb der Familie, beispielsweise an NGOs oder an Institutionen. Die steigende Lebenserwartung und die sich gleichzeitig verschlechternde Situation bei den Pensionen wird sich zukünftig zu Ungunsten der Erben auswirken, denn die Österreicher werden selber mehr verbrauchen und dementsprechend weniger vererben können.

Verunsicherung bei Bauspardarlehen durch Kürzung der Bausparprämie

Obgleich die Kreditzinsen derzeit günstig sind, ist kein Trend vom Bauspardarlehen zum Bankkredit zu bemerken, auch weil die staatliche Bausparprämie auf 1,5 Prozent reduziert wurde. Das hat die Kunden verunsichert und äußert sich zudem im Ertrag des Bausparvertrags. Zudem wurden die zurückgegangenen Zinsen der letzten Zeit nicht an die Bausparer weitergegeben. Demzufolge ist ein Halten der derzeitigen Konditionen ausgeschlossen. Gegenwärtig sind aber noch keine Änderungen beabsichtigt.

 

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