Immobilienkauf

Angebot auf Wiener Immobilienmarkt schrumpft

von Redaktion am Montag, 12. November 2012
Wien
Zinhäuser in Wien: Investoren-Interesse hat nachgelassen. Foto: Günter Hommes / PIXELIO

Weniger Kaufverträge und trotzdem ein Rekordjahr für den Wiener Zinshausmarkt – wie passt dies zusammen? Jüngst erläuterte der „Standard“ in einem Artikel, was viele Wiener durchaus auch persönlich berührt: das Wohnen wird teurer.

Nach den Beobachtungen von Otto Immobilien und IMMOunited waren es in den ersten sechs Monaten des letzten Jahres 342 Objekte, die den Eigentümer wechselten. Heuer waren es nur noch 288 Zinshäuser. Dieser Bereich findet bei Investoren nach wie vor starke Beachtung, obwohl die Preise inzwischen kräftig gestiegen sind. Aber auch auf dem höheren Niveau finden sich noch genügend Käufer, die den Markt stützen. Immerhin lag das Volumen der Vorjahreskäufe bei mehr als einer Milliarde Euro, und auch heuer wird trotz der geringeren Anzahl an Zinshäusern wieder mit einem ähnlichen Betrag gerechnet.

Ein Grund dürfte sein, dass die Bezirke 5, 6 und 7 besonders begehrt waren. Je näher ein Zinshaus zur Innenstadt liegt, desto teurer wird es. Zwischen 1.080 und 2.480 Euro pro Quadratmeter muss man in diesen Bezirken auf den Tisch legen, und auch in den übrigen Bezirken 2 bis 9 liegen die Preise kaum darunter.

Ottakring und Hernals begehrte Wohnlagen

Zu den begehrtesten Wohnlagen zählen inzwischen Ottakring und Hernals. Außerhalb des Gürtels zählen inzwischen die Bezirke 13, 18 und 19 zu den teuersten Wohnlagen, die den innenstadtnahen Zinshäusern kaum nachstehen. Nach dem Otto-Bericht sind auch die Bezirke 16 und 17 stark im Aufwind. Derzeit liegen die zu zahlenden Quadratmeterpreise mit 810 bis 1.790 Euro aber doch noch einiges niedriger. Unter 500 Euro pro Quadratmeter ist in Wien kein Zinshaus mehr zu bekommen. Die günstigsten Gelegenheiten finden sich noch in den Bezirken Floridsdorf und Donaustadt, wo die Preise bei 50 Euro pro Quadratmeter beginnen.

Der 1. Bezirk bleibt natürlich der Spitzenreiter. Hier reicht die Preisspanne von 3.350 bis 5.480 Euro pro Quadratmeter. Hier bringen die Zinshäuser nur noch magere Renditen, aber durch die Umwandlung in Eigentumswohnungen können sie sich verbessern lassen, sodass das Ende der Preisspirale noch nicht erreicht sein dürfte.

 

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