Immobilienkauf

Transaktionsminus: Immobilienmarkt schrumpf im ersten Halbjahr

von Redaktion am Montag, 17. September 2012
Meersburg / Österreich
So lief der Immobilienmarkt im ersten Halbjahr. Foto: roberta M / PIXELIO

Die Halbjahresbilanz des österreichischen Immobilienmarktes weist fünf Prozent weniger Transaktionen aus als im Vorjahreszeitraum. Der gehandelte Immobilien-Wert ging ebenfalls leicht zurück. Die Schere zwischen dem billigsten und dem teuersten Bundesland klafft nun nicht mehr ganz so weit auseinander.

Immobilien mit einem Gesamtwert von 8,08 Milliarden Euro wechselten in Österreich innerhalb des ersten Halbjahrs 2012 ihren Besitzer. Verglichen mit dem ersten Halbjahr 2011 verringerte sich damit das Handelsvolumen um 2,4 Prozent. Das geht aus dem aktuellen Immobilienpreisspiegel des Makler-Netzwerks Re/Max hervor. Gemessen an der Anzahl der Transaktionen ergab sich ein Minus von 5,0 Prozent. Von 1. Januar bis 30. Juni 2012 wurden im österreichischen Grundbuch 43.246 Immobilienkäufe erfasst. Zum Vorjahresvergleichszeitraum waren das 2.282 weniger.

Erhebliche Verteuerungen und minimale Verschiebungen Grund für Rückgang

Marketingleiter Anton Nenning sieht den Grund für die Entwicklungen zum einen in erheblichen Verteuerungen während der letzten beiden Jahre, zum anderen könnten auch „minimale Verschiebungen ins 3. Quartal aufgrund von IT-Umstellungen im Grundbuch Ende April/Anfang Mai 2012“ verantwortlich sein.

Die Zahl der Käufe beziehungsweise Verkäufe von Eigentumswohnungen beläuft sich im ersten Halbjahr auf 15.414. Zahlenmäßig ergibt sich somit ein Minus von 8,9 Prozent. Durchschnittlich zahlten die neuen Eigentümer 140.230 Euro, was einer moderaten Steigerung des Preises um 2,5 Prozent entspricht.

In der österreichischen Hauptstadt wurden im ersten Halbjahr 2012 4.772 Wohnungen verkauft. Hier ist eine Verringerung um 9,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auszumachen. Ein leichtes Plus von 1,4 Prozent gibt es dagegen beim Durchschnittspreis, der bei 148.942 Euro lag. Die teuersten Wohnungen mit einem durchschnittlichen Preis von 178.046 Euro (-0,4 Prozent) befanden sich wiederum in Vorarlberg. Sozusagen günstig ging es dagegen im Burgenland mit 72.917 Euro zu. Dort wurden auch die wenigsten Wohnungen verkauft. Trotz alledem gingen die Immobilienverkäufe in der Region mit einem satten Preisanstieg von durchschnittlich 10,1 Prozent einher. Somit hat sich auch die Schere zwischen dem billigsten und dem teuersten Wohnungsbundesland ein wenig geschlossen, gab das Makler-Netzwerk an. Im direkten Vergleich der Wohnungen miteinander kostete eine solche in Vorarlberg im ersten Halbjahr 2012 das 2,4-Fache einer Wohnung im Burgenland. Im Westen sind generell die Preise weiterhin am höchsten. In Salzburg war zuletzt ein geringes Minus von 1,2 Prozent zu bemerken, während in Tirol die Preise um 3,3 Prozent anstiegen.

Tirol bei den Einfamilienhäusern erstmalig auf Platz 1 der Rangliste

Bei den Einfamilienhäusern ging die Anzahl der Käufe und Verkäufe im ersten Halbjahr um 4,2 Prozent zurück. Mengenmäßig lag Niederösterreich mit 1.275 Käufen beziehungsweise Verkäufen vorn. Hier war auch ein Plus von 10,4 Prozent zu sehen. Der durchschnittlich erzielte Preis pendelte sich bei 144.229 Euro ein, was einem Minus von 0,2 Prozent entspricht. Angeführt wird die Preisliste für Einfamilienhäuser erstmals von Tirol (375.373 Euro/+ 22,2 Prozent). Das Bundesland konnte sich nach einem starken Wachstum gegen Wien mit 302.342 Euro und einem Minus von 1,6 Prozent sowie Salzburg mit 284.012 Euro und einem Plus von 1,3 Prozent durchsetzen.

 

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