Immobilienkauf

Zwischennutzung: Pläne für Wiener Leerstand

von admin am Donnerstag, 6. September 2012
Leerstand
Wien: Pläne für Leerstehende Wohnungen und Gebäude. Foto: Gerhard Frassa / PIXELIO

Trotz Wohnungsnot stehen in Wien fast 80.000 Wohnungen leer. Abhilfe soll die sogenannte „Agentur für Zwischennutzung“ schaffen. Das Pilotprojekt „Fox House“ ist allerdings alles andere als eine Erfolgsgeschichte.

In Wien ist bezahlbarer Wohnraum inzwischen Mangelware. Dennoch stehen derzeit fast 80.000 Wohnungen und Gebäude leer – Problem nur: Meist befinden sich diese in einem solche desolaten Zustand, dass eine Nutzung nur schwer vorstellbar ist. Doch dies soll ich jetzt ändern. Die leeren Räume könnten beispielsweise als großzügige Ateliers für Malarbeiten, als Arbeitssäle für Architekturstudenten oder als Proberäume Verwendung finden.

An der TU Wien wird derzeit an einer Studie über Leerstandsmanagement und Zwischennutzung in Wien, um das Problem langfristig zu lösen. Gefördert wird die Studie von der MA7, der Kulturabteilung der Stadt Wien. Nach Abschluss soll die Entwicklung einer „Agentur für Zwischennutzung“ erfolgen, die sich mit der Vermittlung von Baustellen, leeren Wohnhäusern und Wohnungen sowie alten Fabrikgeländen beschäftigt.

An der Umsetzung der Idee wird beständig gearbeitet

Bereits im rot-grünen Regierungsabkommen wurde die Gründung einer eigenen „Agentur für Zwischennutzung“ festgelegt, an deren Umsetzung seither kontinuierlich gearbeitet wird, auch weil eine große Nachfrage solchen Objekten besteht: Fünf bis sechs Anfragen gehen bei der MA18 wöchentlich sein.

Bei der Behörde erhalten Interessierten und Künstler Unterstützung, um an leer stehende Gebäude heranzukommen und Verträge mit den Eigentümern abschließen zu können. Junge Künstler mit knappem Budget für Proberäume oder auch die Wiener Festwochen gehören zu den Interessenten, auch als Proberaum werden die Objekte genutzt. Auch wer konkretes Objekt im Auge hat, bekommt Unterstützung.

Allerdings kommen nur etwa zehn Prozent der etwa 80.000 leerstehenden Räumlichkeiten für die Zwischennutzung tatsächlich infrage. Weil deshalb auf zahlreiche Anfragen nur wenige Angebote kommen, wird die Installation der Agentur überfällig. Auch, weil viele Hauseigentümer zögern, ihr Eigentum vorübergehend für eine Nutzung freizugeben. Zum einen ist das mit Aufwand verbunden, zum anderen stehen rechtliche Gründe im Weg. Die Angst, die Leute nicht mehr rauszubekommen, haben einige im Kopf.

Zwischennutzung läuft nicht immer glatt

Das Fox House in der Westbahnstraße wurde zu Beginn des Jahres als Vorzeigeprojekt präsentiert. Bald bescherte aber das Projekt seinem Eigentümer, der Premium Immobilien AG, großen Ärger. Das Projekt ist Anfang Juni ausgelaufen, allerdings macht eine kleine Gruppe von Anrainern gegen das nunmehr dort geplante Wohnhaus mobil. Sie wollen Kultur statt Wohnungen. Beim Fox House war das der Fall.

 

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