Immobilienkauf

Neue Immobiliensteuer mit enttäuschendem Ergebnis

von admin am Donnerstag, 21. Juni 2012
Blick auf Wien
Immobiliensteuer: Nicht das gewünschte Ergebnis. Foto: Cornerstone / PIXELIO

Die Erwartungen an die neue Immobiliensteuer des Bundes haben sich nicht erfüllt, so resümieren Salzburger Makler. Eigentlich sollte die Steuer mehr Gerechtigkeit bringen und Spekulationen eindämmen.

Wie der ORF berichtet, bringe die im Rahmen des letztens Sparpakets eingeführte Steuer zwar mehr Geld in die Staatskasse, jedoch keine zusätzlichen Wohnbaugrundstücke auf den Markt. Von der in Salzburg diskutierten, weit schärferen Umwidmungsabgabe sei nicht viel geblieben, wie Vertreter der Immobilienbranche zitiert werden. „Aus meiner Sicht war das ein gewisser Vorzieheffekt jener Grundeigentümer, die ohnehin beabsichtigt hatten, in der nächsten Zeit ihre Immobilie zu veräußern. Aus Sicht unseres Unternehmens war es aber nicht der große Run“, wie Markus Sturm, Direktor der Wohnbaugesellschaft „Die Salzburg“, gegenüber dem ORF klarstellte. Weiterhin hätten sich zum Stichtag hin die Abschlüsse gehäuft, man bemerkte eine höhere Flexibilität bei Verkäufern und Käufern. Die Steuer wird erst beim Verkauf fällig – das in Salzburg diskutierte Modell wäre viel strenger gewesen. Es sah eine Abgabe schon bei der Bauland-Widmung vor. Nach Branchenmeinung hätte das einen mobilisierenden Effekt haben können und war ein Schritt in Richtung Steuergerechtigkeit. Die Bundessteuer habe so höchstens kurzfristig etwas für den Wohnbau gebracht. Jetzt bleibt abzuwarten, ob die laufenden Verhandlungen in Salzburg Früchte tragen werden.

Mit der seit dem 1. April 2012 fälligen neuen Immobilienbesteuerung hatte die Regierung ursprünglich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen wollen: Zum einen sollten durch die neue Steuer in den nächsten fünf Jahren 2,06 Mrd. Euro an zusätzlichen Einnahmen eingeholt werden, zum anderen wollte man eine Gerechtigkeitslücke stopfen, durch die Verkäufer von Immobilien gegenüber Sparbuchbesitzern und Aktionären begünstigt waren. Gegenüber dem Begutachtungsentwurf hat sich das Gesetz nur in geringfügigen Punkten (Flurbereinigung, Baulandumlegungsverfahren) geändert. Nach der bisherigen Gesetzeslage waren gewinnträchtige Grundstücksveräußerungen steuerfrei, solange Kauf und Verkauf länger als zehn Jahre auseinanderlagen.

 

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