Immobilienkauf

Immobilienpreise deutlich über Inflationsrate

von Redaktion am Montag, 18. Juni 2012
Eigentumswohnung Penthouse
Immobilienpreise steigen deutlich, Eigentumswohnungen in Wien auf Rekordnivau. Foto: Hartmut910 / PIXELIO

Immobilien in Österreich werden immer teurer. Zuletzt lagen die Steigerungen der Immobilienpreise deutlich über der Inflationsrate.

Die Immobilienpreise in Österreich sind 2011 in den meisten Kategorien deutlich über der Inflationsrate von 3,3 Prozent gestiegen. Baugrundstücke und Eigentumswohnungen legten um sechs Prozent zu, die Nachfrage blieb weiterhin hoch. Daran werde sich auch durch die neuen Steuerregeln bei der Weitergabe von Wohnungen nichts ändern, erwartet Thomas Malloth, Obmann des Fachverbandes der Immobilientreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich. Immobilien würden weiterhin ein sicherer Hafen bleiben.

Wien neuer Spitzenreiter bei Eigentumswohnungen

Neue Eigentumswohnungen kosten jetzt in Wien mit 3.298 Euro je Quadratmeter 9,72 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Salzburg, das 2011 noch als teuerstes Pflaster in Österreich galt, liegt nun mit 3.153 Euro (plus 3,65 Prozent) an zweiter Stelle. Knapp dahinter folgt Vorarlberg mit 2.964 Euro und einem Plus von 7,07 Prozent. In den anderen Bundesländern lagen die Preise zwischen 1.584 und knapp 2.000 Euro je Quadratmeter. Deutlich günstiger sind hingegen gebrauchte Eigentumswohnungen zu haben, der Preisanstieg lag mit 10,52 Prozent in Wien jedoch auf einem Rekordniveau. Erstmals kostete der Quadratmeter hier über 2.000 Euro.

In Vorarlberg, Tirol und Salzburg lagen die Preise zwischen 1.750 und 1.960 Euro, in den anderen Bundesländern zwischen 1.040 Euro in der Steiermark und 1.150 Euro in Oberösterreich. Nur im Burgenland haben die Preise um weniger als drei Prozent zugelegt. Bei Einfamilienhäusern liegt die Preisspanne zwischen 1.206 Euro in der Steiermark und 2.563 Euro in Salzburg. Rund 2.300 Euro sind in Wien und Vorarlberg fällig, unter 1.500 im Burgenland, Kärnten Niederösterreich und Oberösterreich. Reihenhäuser kosten nun pro Quadratmeter zwischen 1.200 Euro in der Steiermark und 2.334 Euro in Salzburg.

Malloth betrachtet das hohe Preisniveau im städtischen Bereich und in den Speckgürteln als problematisch. Auch wenn derzeit niedrige Finanzierungszinsen die Schaffung von Eigentum begünstigen, für viele seien die Preise schon jetzt eine unüberwindliche Hürde. Dem Immobilienexperten ist es wichtig, dass in den Stadtzentren mit einer Nachverdichtung durch Dachgeschoßausbau mehr Wohnraum geschaffen wird. Das bringe neuen, dringend notwendigen städtischen Wohnraum. Mit den richtigen Maßnahmen könnten die bestehenden Nutzflächen vergrößert und der Heizwärmebedarf und der C02-Ausstoß dabei reduziert werden. Dies solle durch Sanierung des Altbestandes und Dachgeschoß-Ausbauten möglich sein. So würde Energie gespart und Grünflächen geschont.

 

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