Immobilienkauf

Neue Steuern: Ende des Immobilien-Booms befürchtet

von Redaktion am Montag, 9. April 2012
Hundertwasserhaus Wien
Experten warnen vor Risiken am Immobilienmarkt. Alexandra Puntigam / PIXELIO

Der Immobilienmarkt boomt, als habe es keine Immobilienkrise gegeben. Die Preise für Immobilien in den besten Lagen steigen enorm. Dem könnten neue Steuern ein Ende bereiten.

Der Grund für den derzeitigen Boom ist einfach: Wenn anderweitig keine höhere Rendite zu erzielen ist, soll wenigstens der der Inflation ein Schnippchen geschlagen werden. Und da ist die Immobilie nach wie vor ein Renner. Gekauft wird dabei fast alles: die 150 m² große Topwohnung am Karmelitermarkt in Wien für eine Million ebenso wie die unsanierte 70 m² – Wohnung im 9. Bezirk für 210000 Euro.

Doch das dürfte jetzt ein Ende haben. Neue Steuern könnten dazu beitragen, die Belastungen auf Immobilien zu erhöhen und die Renditen unattraktiver zu machen. Selbst auf die Mieter von neu zu errichtenden Genossenschaftswohnungen kommen erhebliche Mehrbelastungen zu.

Wer beispielsweise eine Vorsorgewohnung kauft, muss jetzt mit der verlängerten Spekulationssteuer rechnen, die an der Rendite knabbert. Wer seine Wohnung oder sein Haus mit Bausparverträgen finanzieren wollte, wird von der gekappten Förderung getroffen. Das drückt die Renditen unter Berücksichtigung der Inflationsrate teilweise schon ins Negative.

Die Experten raten angesichts dieser Situation, am Immobilienmarkt nur noch extrem vorsichtig zu investieren. Zwar könnte es noch ein oder zwei Jahre dauern, bis es zu einer Preiskorrektur komme. Doch spätestens dann, wenn anderweitig wieder höhere Renditen erzielt werden können und die Unsicherheit geschwunden ist sei mit einer Korrektur am Immobilienmarkt zu rechnen.

Geteilter Meinung sind die Experten bei der Frage, ob es sich lohnt, in derzeit unattraktiven Wohngegenden zu investieren. Da kann ein langer Atem nötig sein, bis man eine Rendite zu sehen bekommt.

Wer weiter auf Immobilien setzt, hat allerdings auch die Chance, in börsennotierte Immobiliengesellschaften zu investieren. Hier könnten deutlich bessere Renditen erzielbar sein. Zwar stehen die Gesellschaften in Wien oder Salzburg vor den gleichen Problemen und finden kaum noch Immobilien mit vernünftiger Rendite. Andererseits können sie ins Ausland, beispielsweise nach Deutschland, ausweichen. Da sind derzeit noch deutlich höhere Renditen drin, ohne dass ein Währungsrisiko eingegangen werden muss.

 

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