Immobilienkauf

Preissteigerungen durch neue Immobiliensteuer befürchtet

von Redaktion am Montag, 19. März 2012
Finanzministerium Österreich
Neue Immobiliensteuer: Hauskauf- und verkauf könnte teuerer werden - das Finanzministerium freuts. Foto: BMF

Die neue Immobiliensteuer in Österreich sorgt für Unruhe auf dem Markt. Ab April 2012 müssen Veräußerungsgewinne auf den Verkauf von Immobilien mit stolzen 25 Prozent besteuert werden. Bisher waren es 3,5 Prozent und das auch nur beim Verkauf innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist.

Weiterhin heißt es im aktuellen Sparpaket, dass es einen Inflationsabschlag geben soll. Wer seine Immobilie also nach zehn Jahren verkauft muss 25 Prozent Steuern auf den Gewinn zahlen. Für jedes weitere Jahr gelten zwei Prozent Abschlag. Wer also erst nach zwölf Jahren verkauft, dem drohen nur noch 21 Prozent Steuern. Allerdings ist der Abschlag auf höchstens 50 Prozent begrenzt, so dass mindestens 12,5 Prozent des Veräußerungsgewinns zu besteuern sind.

Ebenfalls gelten Ausnahmen: Wer das Objekt in den letzten zwei Jahren oder innerhalb der letzten zehn Jahre für wenigstens fünf Jahre als Hauptwohnsitz nutzte, braucht die neue Immobiliensteuer nicht entrichten. Gleiches gilt für Häuslebauer, die das selbst gebaute Haus verkaufen können, ohne den Gewinn versteuern zu müssen.

Auch die Vorsteuerberichtigungsvorschrift wurde von zehn auf 20 Jahre verlängert. Das kann problematisch für bestimmte Personengruppen und Unternehmen der öffentlichen Hand werden, dürfen sie doch generell keine Vorsteuer abziehen.

Höhere Preise durch weniger Beweglichkeit

Experten gehen jetzt davon aus, dass bis zum April 2012 eine massive Bewegung in den Immobilienmarkt Österreichs kommen wird. Danach wird sich das Ganze aber deutlich verlangsamen, da dann die neuen Regelungen gelten. Diese deutliche Einschränkung der Beweglichkeit des Marktes wird sich den Experten zufolge genauso preislich auswirken. Da das Gut verknappt wird, steigen automatisch die Preise. Auch Verkäufer werden höhere Preise verlangen, da sie die Steuern ja mit einrechnen müssen.

Extreme Nachteile für die Anleger, die Wohnungen und Häuser als Geldanlage nutzen, sehen Experten jedoch nicht. Diese Anleger wollten vor allem sichere und langfristige Anlagen. Zehn oder 20 Jahre sind da kein übermäßiger langer zeitlicher Horizont, von daher würden diese Gruppen noch weiter in Immobilien investieren.

 

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