Immobilienkauf

Wien: Diskussion um Liegenschaften des Verteidigungsministeriums

von admin am Montag, 20. Februar 2012
Liegenschaften Verteidigungsministerium Wien
Liegenschaften des Verteidigungsministeriums sollen an den Meistbietenden verkauft werden. Foto: Thorben Wengert / PIXELIO

Nicht mehr benötigte Liegenschaften des Verteidigungsministeriums sollen versteigert werden. Zu diesem Zweck wurde extra die Immobiliengesellschaft Sivbeg gegründet.

In der österreichischen Stadt Wien findet derzeit ein wahres Pokerspiel um einige Liegenschaften statt. Dabei handelt es sich um einige Liegenschaften, die vom Verteidigungsministerium nicht mehr benötigt werden und die so schnell wie möglich unter den Hammer kommen sollen. Speziell für diese Veräußerung fand die Gründung der Gesellschaft Sivbeg statt, die die Tochter der Republik Österreich und der Bundesimmobiliengesellschaft ist.

Liegenschaften sind heiß umkämpft

Besonders die Liegenschaften in guter Lage sind bei Investoren derzeit äußerst begehrt. Nach Ansicht der rot-grün geführten Stadtregierung von Wien ist das Gebiet optimal erschlossen, die verkehrstechnische und soziale Infrastruktur eignet sich optimal für den sozialen bzw. den geförderten Wohnbau. Jedoch wurde vom Ministerium ein Bestbieter-Prinzip beschlossen, weshalb Liegenschaften für die Stadt verloren gehen können. Darauf verwies bereits im Herbst vergangenen Jahres Maria Vassilakou, die Grüne Vizebürgermeisterin.

Doch die Stadt Wien besitzt noch einen Vorteil: Als Widmungsbehörde hat sie ein entscheidendes Mitbestimmungsrecht. Egal, an wen die Liegenschaften auch verkauft werden, die Stadt kann bestimmen, was mit ihnen passiert. Wohnbaustadtrat Ludwig sagt in einem Interview, dass nur gemeinsam mit der Stadt eine so große Fläche entwickelt werden kann. Er geht davon aus, dass im Ministerium nicht nur die höchstmögliche Verwertbarkeit erreicht werden soll, sondern genauso mit der Stadt weiterhin gut kooperiert werden soll.

Die Liegenschaften als Paket verkaufen

In den nächsten Jahren soll die Sivbeg insgesamt sieben Kasernenareale abgeben und die Vizebürgermeisterin hat den Wunsch, dass die Stadt diese als Paket kauft, was durchaus sinnvoll wäre. Und das nicht allein für die Stadt, sondern gleichermaßen für das Heer. Zwar findet Ludwig nicht alle Liegenschaften interessant, doch auch er sieht den Paket-Verkauf als sinnvoll an. Zwischen Marchfeldkanal und Heeresspital in Florisdorf befindet sich ein schmales Grundstück, das ebenfalls im Paket enthalten wäre und eher schwierig zu nutzen ist. Doch für den Wohnbaustadtrat ist auch das keine Hürde, denn schon einige Projekte wurden in der Vergangenheit umgesetzt.

 

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