Immobilienkauf

Immobilien als Investment in der Krise?

von admin am Montag, 12. Dezember 2011
Immobilien Graz
Immobilien als Investment ungeeignet in der Krise. Foto: CFalk / PIXELIO

Wer heute sein Geld anlegen will, sieht sich einem stark veränderten Markt gegenüber. Während man früher zu gleichen Teilen in Aktien, Immobilien und Anleihen investierte, ist heute eine stärkere Gewichtung auf Immobilien zu beobachten. Der Finanzmarkt präsentiert sich vielen zu unsicher, Betongold ist das neue Trendwort in der Investmentbranche.

Das Interesse an Immobilien ist momentan enorm. Die Nachfrage ist sogar derart groß, dass es kaum noch Verkaufsangebote gibt. Die Branche boomt und das führt manchmal zu unüberlegten Investitionen. Der Geschäftsführer des Maklers Spiegelfeld International, Georg Spiegelfeld, warnt davor, das Vermieten von Wohnungen immer mit einem hohen Gewinn gleichzusetzen. Immobilien seien für Privatanleger durchaus eine sehr gute Möglichkeit, Geld zu bunkern, äußerte er gegenüber dem Wirtschaftsblatt. Das trifft aber nur zu, wenn das Investment wirklich passt.

Risiken sind beispielsweise im österreichischen Mietrechtsgesetz zu sehen. Durch dieses können etwa geringe Mieterträge entstehen, als ursprünglich kalkuliert wurden, zudem müssen die Mieteinnahmen versteuert werden. Eine weitere Bedrohung ist die Inflationsanpassung der Mieten. Sie könnte aus politischen Gründen wiederum wegfallen.

Mit steigenden Preisen ist zu rechnen

Mit einem Ansteigen der Preise kann während der Dauer der Wirtschaftskrise weiterhin gerechnet werden. Für Verkäufer also eine sehr lukrative Angelegenheit, für Käufer der Immobilie kann aber eine Grenze durch die möglichen Mieteinnahmen gezogen werden. Sie liegt bei zehn Euro pro Quadratmeter. Höhere Mietpreise sind für Mieter meist kaum bezahlbar. Als Folge zu hoher Mietforderungen droht Leerstand in der Immobilie, demzufolge gibt es auch keine Mieteinnahmen. Hält dieser Zustand längere Zeit an, kann sich die Investition schnell zur Fehlinvestition entwickeln. Auch kann es dazu führen, dass die Einnahmen aus einer Vermietung bei weitem nicht den investierten Betrag auf absehbare Zeit erreichen.

Zur Absicherung der Investition sollte immer genügend Eigenkapital vorhanden sein. Bekommt die Bank Probleme oder sinken die Wohnungspreise, ist man in dem Falle gut geschützt. Seriöse Makler raten auch einmal vom Kauf einer Immobilie ab, wenn die Voraussetzungen nicht stimmen. So wird der Kunde vor einer falschen Investition bewahrt.

Absicherung statt Rendite

Die Rendite und die Preisentwicklung sind im Immobilienbereich momentan ein untergeordnetes Thema, vielmehr werden Immobilien derzeit zur Absicherung verwendet. Eine Anlage des Vermögens ausschließlich in Immobilien sollte in jeden Fall vermieden werden.

Auch wenn Immobilien derzeit als das „Krisenschutzmittel“ schlechthin gelten und die Preise stetig steigen, muss diese Entwicklung nicht immer so weitergehen. Zwar ist das Preisniveau nach Einschätzung von Experten derzeit gesund, dennoch gibt gibt es viele Faktoren, die auf den Immobilienmarkt und die dortige Preisbildung Einfluss nehmen.

 

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