Gewerbeimmobilien

Wiener Büromarkt: Lage bleibt stabil

von Redaktion am Montag, 29. Oktober 2012
Büros in Wien: Der Wiener Büromarkt zeigt sich stabil.
Der Wiener Büromarkt zeigt sich stabil. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Gute Nachrichten sind derzeit vom Wiener Markt für Büroflächen zu hören. Ein großes Angebot sorgt für Alternativen, die Vermietungsleistung ist stabil. Auch die Leerstandsquote hält sich im Rahmen.

Der Wiener Büroimmobilienmarkt ist stabil bei einer Vermietungsleistung von etwa 230.000 m². Das Angebot an neu gebauten Flächen ist mit 200.000 m² etwas größer als in den beiden Vorjahren. Trotzdem konnte die Leerstandsrate bei vergleichsweise geringen 6,5 Prozent gehalten werden. Der gerade veröffentlichte Bericht von Otto Immobilien gibt einen interessanten Überblick.

Der Wiener Büromarkt lebt aber hauptsächlich von der Nachfrage nach effizienteren Flächen. Kostenreduzierung heißt das Gebot der Stunde für die Mieter, die dadurch sparen wollen. Dagegen treten Expansionen oder Neuansiedlungen etwas in den Hintergrund. Dies wirkt sich auch insoweit auf die Mieten aus, als diese relativ konstant blieben. Spitzenmieten von 24,50 Euro pro Quadratmeter werden nur für eine kleine Anzahl von Objekten in Toplagen in der Innenstadt gezahlt. Vereinzelt sind aber auch schon Mieten von 26 oder gar 27 Euro genannt worden.

Die Durchschnittsmiete für Büroflächen in Wien liegt aber deutlich niedriger. Um 12,10 Euro werden gezahlt, wobei die üblich gewordenen „Incentives“ noch nicht berücksichtigt sind. Da kann es sich beispielsweise durchaus um einen mietfreien Monat pro Jahr handeln.

Moderate Leerstandsrate bleibt stabil

Bei der Leerstandsrate von 6,5 Prozent gab es keine große Veränderung. Doch könnte es zu einem leichten Anstieg bis zum Jahresende kommen. Der Grund liegt darin, dass bei den aus Kostengründen veranlassten Umzügen meist eine geringere Fläche benötigt wird.

Andererseits spricht die neu hinzukommende Fläche eher dagegen, dass die Leerstandsrate steigt. Während im Vorjahr die Nachfrage nach neuen Flächen mit 220.000 m² noch deutlich über dem Angebot von 180.000 m² lag, kann in diesem Jahr von einem nahezu ausgeglichenen Verhältnis ausgegangen werden. Im nächsten Jahr werden aber nur mit einem Zugang von 160.000 m² bei einer doch deutlich darüber liegenden Nachfrage gerechnet.

Ähnlich sieht es auch auf dem gesamten Immobilienmarkt in Österreich aus. Derzeit kommt die Nachfrage vorwiegend aus Österreich. Doch gibt es auch Anzeichen für wieder gestiegenes internationales Interesse.

 

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