Gewerbeimmobilien

Wenig Büroleerstand in Wien – Tendenz aber steigend

von Redaktion am Donnerstag, 23. August 2012
Mehr Leerstand droht: Wiener Büromarkt kämpft mit Problemen.
Mehr Leerstand droht: Wiener Büromarkt kämpft mit Problemen. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Während es auf dem Wohnungsmarkt noch boomt, geht es auf dem Markt für Büroimmobilien deutlich ruhiger zu.

Zwar gab es hier in den letzten Jahren deutliche Zuwächse – nach 165.000 m² in 2010 stiegen die neu hinzugekommenen Büroflächen 2011 auf 180.000 m² – und heuer, wird sogar mit 240.000 bis 320.000 m² Zuwachs gerechnet. Darunter sind einige Großprojekte wie der Bahnhof Wien Mitte und das Tuchlauben Office. Und mit dem DC Tower und Marina Tower sind noch zwei weitere größere Projekte im Bau oder in der Endphase der Planung.

Trotzdem rechnet das Maklerbüro CBRE, das bei vielen Objekten mitmischt, nur mit einer moderaten Erhöhung der Leerstandsrate von derzeit sechs Prozent auf etwa 6,7 Prozent. Mittelfristig könnten es auch 7,2 Prozent werden, so die aktuelle Schätzung. Obwohl sich auch in Österreich der Megatrend hin zu den Büroberufen bemerkbar macht, spielt das Timing auf dem Markt für Büroraum eine wichtige Rolle. Wenn wie jetzt mehrere Großprojekte auf den Markt drängen, dann muss mit einem Steigen der Leerstände gerechnet werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass es nicht gelingen will, wirkliche Großkunden nach Wien zu locken. Die Europazentrale Magna als die letzte dieser großen Ansiedlungen liegt immerhin schon zwanzig Jahre zurück.

Ein Gutteil der Neuvermietungen kommt ohnehin aus der Umsiedlung. Die Kunden aus beispielsweise schlecht isolierten Immobilien wollen sich verbessern und bei den Nebenkosten sparen. Dass ein neues Objekt auch zu einer Verbesserung des Renomées beiträgt, steht außer Frage. Dabei sind die neuen Projekte nur zu etwa der Hälfte echte Neubauten. Wichtig beim Zugang sind auch die Renovierungen und Modernisierungen, und auch Umbauten und Erweiterungen spielen eine bedeutende Rolle.

Auch bei den Einkaufszentren zeichnet sich eine Marktberuhigung ab. Allerdings dürfte der Druck auf ältere Shoppingcenter zunehmen, die Flächen zu modernisieren, damit Kunden nicht beispielsweise in das neue Shoppingresort G3 Gerasdorf oder in andere bereits sanierte Zentren abwandern.

 

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