Energie

Betriebskostenspiegel 2012 präsentiert

von Redaktion am Donnerstag, 28. Juni 2012
Betriebskostenspiegel Wien 2012: Preistreiber Versicherung.
Betriebskostenspiegel Wien 2012: Preistreiber Versicherung. Foto: Marko Greitschus / PIXELIO

Kürzlich hat die Mietervereinigung Österreich (MVÖ) den aktualisierten Betriebskostenspiegel 2012 für Wien vorgestellt. Demnach sind die Betriebskosten in 2011 im Vergleich zu 2010 um ca. zwei Prozent angestiegen. Diese Teuerung liegt den Angaben der MVÖ zufolge nur geringfügig über der allgemeinen Inflationsrate (1,9 Prozent) und sei damit als normal zu bewerten.

Allerdings moniert die MVÖ vor allem einen Kostenfaktor, der mittlerweile 26 Prozent der gesamten Betriebskosten, also mehr als ein Viertel, ausmacht: die Kosten für Versicherungen. Diese seien aber eigentlich vom Vermieter zu tragen und stünden in keinem Zusammenhang zum Nutzen der gemieteten Wohnung.

Versicherungskosten sollen aus Betriebskosten raus

Ganz klar ist deshalb auch die Forderung der MVÖ, dass der Gesetzgeber die Kosten für Versicherungen aus dem Betriebskostenkatalog streichen müsse. Um 2,4 Prozent sind die Kosten im Jahr 2011 im Vergleich zu 2010 gestiegen. Weitere Steigerungen in dieser Größenordnung konnten lediglich bei den Reinigungskosten aufgedeckt werden, die um 1,5 Prozent anstiegen und mittlerweile 25 Prozent der gesamten Betriebskosten ausmachen.

Diese liegen nach den aktuellen Angaben der MVÖ derzeit bei 20,03 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr. Das ergibt gesamte Betriebskosten in Höhe von 1.402,10 Euro netto pro Jahr oder 116,84 netto pro Monat. Darin enthalten sind alleine 364 Euro Versicherungskosten jährlich oder 30,38 Euro monatlich, die in jedem Fall laut MVÖ aus dem Betriebskostenkatalog gestrichen werden müssten.

Jede zweite Betriebskostenabrechnung ist falsch

Nur noch bis zum 30. Juni 2012 haben die Vermieter Zeit, die Betriebskosten für 2011 abzurechnen. Verbrauchern wird dabei von der MVÖ empfohlen, die Abrechnungen genau zu überprüfen. Weichen die Werte signifikant vom Betriebskostenspiegel 2012 ab, so sollte die Abrechnung in jedem Fall der MVÖ zur Prüfung vorgelegt werden.

Jede zweite Abrechnung, die die MVÖ zur Prüfung erhält, wird beanstandet und kann so finanzielle Vorteile für die Mieter mit sich bringen, darauf weisen die Vertreter der Vereinigung deshalb jetzt noch einmal gezielt hin.

 

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