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Ambient Assisted Living – betreutes Wohnen der besonderen Art

von admin am Montag, 5. März 2012
Assisted Ambient Living: Technik soll Senioren unterstützen.
Assisted Ambient Living: Technik soll Senioren unterstützen. Foto: berlin-pics / PIXELIO

Mit dem Ambient Assisted Living (AAL) der Caritas ist in Österreich ein europaweit einmaliges Pilotprojekt ins Leben gerufen worden. In insgesamt 43 Wohnungen wird das betreute Wohnen für Senioren auf völlig neue Weise – mit Hilfe intelligenter Computersysteme – getestet.

Zugegeben, auf den ersten Blick klingt betreutes Wohnen mit Computern gerade für Senioren wie ein Ding der Unmöglichkeit. Die einfache Bedienbarkeit der Computersysteme sorgt aber dafür, dass sich selbst die Senioren schnell an den Einsatz dieser Unterstützung gewöhnen. Wer die Wohnung verlassen will, bekommt beim Ausschalten des Lichts sofort einen Hinweis, dass noch ein Fenster offen steht. Auch nicht abgestellte Wasser- und Gashähne, der noch laufende Herd und Co. werden angezeigt, wenn der Wohnungsschlüssel als Zeichen für den Weggang aktiviert wird. Mit Druck auf ein Touchpad auf einem kleinen Bildschirm kann der Lift von der eigenen Wohnung aus gerufen werden.

Wenn Besucher vor der Tür stehen, können Bewohner über eine Videokamera sehen, wer zu ihnen will. Sollten sie einmal nicht zu Hause sehen, erlaubt es die intelligente Besucherhistorie, zu sehen, wer einen besuchen wollte. In jedem Raum der 43 Wohnungen, die zum Pilotprojekt gehören, befindet sich ein kleiner Bildschirm, ähnlich einem Laptop, der auch mit herum getragen werden kann.

Kosten und Ziele des Projekts

Mit dem Projekt AAL verfolgt die Caritas das Ziel, älteren Menschen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und zwar solange, wie es nur irgend geht. Denn der Anspruch von Senioren, selbst über ihr Leben zu bestimmten, steigt immer weiter. Die Ausstattung der Wohnungen mit der Technik ist natürlich nicht ganz kostengünstig, rund 9.000 Euro wurden in jede Wohnung investiert.

Dafür vermitteln die intelligenten Computersysteme ein hohes Maß an Sicherheit. So können über die vernetzten Systeme im Ernstfall auch Dritte informiert werden. Der stufenweise Alarm alarmiert zunächst Angehörige und Betreuer, schließlich aber auch das Rote Kreuz und die Feuerwehr.

 

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