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Neues Office für Microsoft

von admin am Donnerstag, 14. Juli 2011
Der Empfangsbereich im neuen Hauptquartier von Microsoft Österreich
Flexibel und auf die Arbeitnehmer ausgerichtet: Microsofts neues Office in Wien. Foto: Microsoft

Mit seiner umgebauten Niederlassung in Österreich will der Software-Riese Microsoft neue Maßstäbe in Sachen Arbeitsumfeld setzen. Die Räumlichkeiten sollen nicht weniger als die „Zukunft des Büros“ darstellen, welches ein Optimum an Work-Life-Balance und Produktivität garantiert. Umgebaut wird während der Sommermonate, die Gesamtkosten belaufen sich auf vier Millionen Euro.

73% aller europäischen Angestellten hätten eine höhere Lebensqualität, wenn sie nur flexibler arbeiten könnten und gar 56% wären produktiver, wenn sie nicht den ganzen Tag in ihren Büros sitzen müssten. Zu diesem doch sehr interessanten Ergebnis kommen aktuelle Studien, die sich mit der heuten Arbeitsumgebung beschäftigten. Unter der gestiegenen Konkurrenzsituation, Kostendruck und der Globalisierung können sich Unternehmen das Verschwenden von Mitarbeiter-Ressourcen eigentlich nicht leisten. Top motivierte Angestellte sind für Unternehmen ein wichtiges Kapital – doch dafür muss das Umfeld stimmen.

Die neue Welt der Arbeit

Der Softwarehersteller aus Redmond beschäftigt sich eigenen Angaben zufolge seit geraumer Zeit mit der „neuen Welt der Arbeit“, die den Mitarbeitern eine höhere Lebensqualität und mehr Flexibilität bieten soll. Am Standort Wien sollen die Ideen nun im Rahmen einer grundlegenden Sanierung des Hauptquartiers in Beton gegossen werden. Zukünftig soll dort der Arbeitsplatz den Mitarbeitern nicht mehr die Arbeitsbedingungen diktieren, sondern von den Mitarbeitern selber gestaltet werden, erklärte Petra Jenner, Geschäftsführerin von Microsoft Österreich, die Intention des Umbaus. Der Arbeitsplatz sollte künftig Treffpunkt und Kommunikationszentrum bilden. Deshalb wurden während der Projektentwicklung die Mitarbeiter in die Gestaltung der Pläne einbezogen.

So kam es in der „alten“ Zentrale häufig zu folgender Situation: Die Schreibtische der Mitarbeiter waren während der zahlreichen Meetings verwaist, während in den ruhigeren und abgeschotteten Konferenzräumen Gedränge herrschte. Konzentriertes Arbeiten war so nur schwer möglich. Deshalb sollen Besprechungsräume künftig zahlreicher vorhanden, dafür aber kleiner sein.

Fest zugeteilte Arbeitsbereiche werden aufgelöst, jeder arbeitet an dem Schreibtisch, den er gerade benötigt. Alle benötigten Materialien können dafür mitgenommen werden. Microsoft hofft hier auf einen Nebeneffekt: Weil das herumtragen von Papieren lästig ist, könnte künftig weniger ausgedruckt werden.
Auch architektonisch soll einiges passieren. Eine „Lebensader“ soll die bisher voneinander abgeschotteten Stockwerke verbinden. Bei dem etwas verklausuliert als „begehbares, multifunktionales Möbelstück“ beschriebenem Konzept handelt es sich, dem Vernehmen nach, um eine Rutsche.

 

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