Bauen

Preise für Grund und Boden steigen seit Jahren

von Redaktion am Donnerstag, 11. April 2013
Bauland
Nicht nur die Immobilienpreise steigen, sondern auch Grundstücke werden immer teurer, vor allem in den Ballungszentren. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Nicht nur der Immobilienmarkt ist seit Jahren in Bewegung, auch die Preise für Grund und Boden entwickeln sich nach oben. Vor allem in den Ballungszentren ist ein starker Preisanstieg zu beobachten, wohingegen in ländlichen Gegenden ein Rückgang zu konstatieren ist. In Regionen, die abseits der großen Städte liegen oder wo die benötigte Infrastruktur fehlt, werden die Preise entgegen dem allgemeinen Trend weiter sinken.

Auch auf dem Markt für Grund und Boden sind es die Ballungszentren, die die Preisliste anführen. Wien mit seinen Villenbezirken Döbling und Hietzing ist neben Salzburg in der Spitzengruppe zu finden. In den letzten fünf Jahren sind hier die Preise um rund ein Viertel gestiegen. Selbst in den ländlichen Bezirken von Kärnten oder im Burgenland waren die Preissteigerungen immerhin noch so hoch, dass sie die Inflationsrate ausgleichen konnten. In Niederösterreich und Vorarlberg dagegen war auch mit einem Grundstück die Inflation nicht zu schlagen; die Preiserhöhungen um etwa sechs Prozent lagen nämlich unter der Inflation.

Konkret muss in Wien-Döbling inzwischen über 1.100 Euro pro Quadratmeter Grund bezahlen. In Wien-Hietzing sind es immerhin noch 940 Euro pro Quadratmeter. Das sind Preissteigerungen von bis zu 35 bzw. 40 Prozent innerhalb von fünf Jahren. Sogar Salzburg ist mit 880 Euro pro Quadratmeter günstiger; hier lag die Preissteigerung seit 2008 immerhin bei 80 Prozent. Unangefochten hoch sind die Preisentwicklungen in Kitzbühel oder in Perg in Oberösterreich; dort lagen die Preisanstiege bei 160 bzw. 115 Prozent.

Rückgang in ländlichen Regionen ohne Infrastruktur

Allerdings gibt es auch bei den Grundstücken Gegenden mit einer sinkenden Preistendenz. St. Johann im Pongau führt die Liste mit 42 Prozent an. Abseits der Ballungszentren, wo nicht mehr mit einem Ausbau der Infrastruktur zu rechnen ist, dürfte dieser Trend nach Expertenmeinung anhalten. Da in den nächsten Jahren nicht mit einem Zuzug in diese Regionen gerechnet werden kann, sind diese Gegenden wegen der fehlenden Nachfrage für Investoren uninteressant, was die Preise weiterhin nach unten drücken wird.

Trotz dieses allgemeinen Preisanstiegs sind reine Spekulanten eher die Ausnahme. Der Erwerb eines Grundstücks ist zwar wegen der fehlenden Erhaltungskosten attraktiv für Investoren, allerdings seien die meisten Käufer Privatpersonen, die dort ein Haus bauen wollen, so Immobilienmaklerin Margret Funk. Da die Nachfrage in Ballungszentren allgemein höher sei als das vorhandene Angebot werden die Preise dort auch in Zukunft weiter ansteigen.

 

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