Bauen

Niedrigenergiehäuser sollen dem Bausektor helfen

von Redaktion am Donnerstag, 30. August 2012
Niedrigenergiehäuser sollem Bausektor helfen.
Niedrigenergiehäuser sollem Bausektor helfen. Foto: s.media / PIXELIO

Die wirtschaftlichen Probleme infolge der Eurokrise und der Staatsverschuldung machen auch vor dem Bausektor nicht Halt. Nach einem Einbruch der Hoch- und Tiefbauaufträge um 17 Prozent zwischen Jänner und April 2012 will der zuständige EU-Kommissar Antonio Tajani gegensteuern.

Mit Investitionen im Bereich der Niedrigenergiehäuser soll diese Technik weiter vorangebracht werden. Tajani sieht darin eine sichere und tragfähige Basis für die Gesellschaft und für private Investoren. Der Bauwirtschaft rät Tajani, dies als Chance zu begreifen und innovativ zu werden. Insbesondere sollte in talentierten Nachwuchs investiert werden, damit genügend gut ausgebildete Mitarbeiter bei einem Anziehen der Konjunktur zur Verfügung stehen.

Der von der EU vorangetriebene Bau von Gebäuden mit niedrigstem Energieverbrauch ist für die Bauindustrie eine große Herausforderung. Die EU konstatiert nur langsame Fortschritte in diesem Bereich – zu langsam für Tajani. Vor allem die Altbaurenovierung bereitet ihm Sorgen. Seine Strategie sieht deshalb vor, durch die Europäische Investitionsbank Kredite von rund 120 Milliarden Euro bereitzustellen. Den Rahmen dafür bildet das EU-Wachstumspaket. Die Kredite sollen für Investitionen im Bereich der Renovierung von Gebäuden und für Instandhaltungsmaßnahmen genutzt werden können und so auch der Bauwirtschaft zugutekommen, außerdem soll damit dem Niedrigenergiehaus endgültig zum Durchbruch verholfen werden. Denn trotz ihrer wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile hätten sie sich am Markt infolge des höheren Kapitalbedarfs noch nicht so durchsetzen können, wie dies die Politik wünscht.

Einen der Gründe für den Einbruch am Baumarkt sieht Tajani im zunehmenden Zahlungsverzug der Kunden und dem eingeschränkten Zugang zu Krediten, unter dem die Baubranche zu leiden habe. Deshalb sieht er sich mit dem Kreditprogramm der EIB auf dem richtigen Weg. Da in der EU mehr als 10 Prozent der Arbeitnehmer in der Bauwirtschaft beschäftigt seien, komme dieses Programm indirekt auch dem Arbeitsmarkt zugute.

Andere Möglichkeiten wie die Expansion auf Auslandsmärkten seien nur eingeschränkt vorhanden. Durch niedrigere Auflagen und Staatsbeihilfen seien die Unternehmen aus der EU hier im Nachteil.

 

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