Bauen

Bauinnung warnt vor Schwarzarbeit und Pfusch am Bau

von Redaktion am Donnerstag, 10. Mai 2012
Bauarbeiten
Bauinnung warnt vor Schwarzarbeit und Pfusch am Bau. Foto: Petra Bork / PIXELIO

Mit dem Frühling wird in Österreich wieder mehr gebaut – damit wächst auch die Gefahr von Pfusch am Bau. Insbesondere die Schwarzarbeit ist eine der wesentlichen Ursachen für Baumängel. Die Bauinnung warnt jetzt in einer Aussendung eindringlich vor dieser falsch verstandenen Sparsamkeit. Sie sei kein Kavaliersdelikt, lässt Innungsmeister Hans-Werner Frömmel verlauten. Wer erwischt wird, muss damit rechnen, empfindlich bestraft zu werden.

Bis zu zwei Jahre Haft drohen, wenn Schwarzarbeiter beschäftigt werden. Die Anzeigen wegen Verletzung der Gewerbeordnung oder die Strafen nach dem Ausländerbeschäftigungsgesetz sind weitere Sanktionen.

Illegale Firmen stehen oft hinter den organisierten Pfuschern, von denen die Experten zu berichten wissen. Diese Firmen setzen nicht geschulte Arbeitskräfte ein, und „schwarze“ Firmen verwenden oft auch mangelhaftes oder nicht begutachtetes Baumaterial und leisten so zusätzlich dem Pfusch am Bau Vorschub. Häufig tauchen sie nach getaner Arbeit unter, sind also bei späteren Reklamationen nicht mehr zu erreichen. Dann kommt die Beseitigung von Baumängeln durch Fachfirmen meistens erheblich teurer als die Ersparnis durch die Schwarzarbeit. Die Kammer warnt zudem auch davor, hohe Anzahlungen zu leisten, mit denen sich illegale Firmen dann ohne Leistungserbringung aus dem Staub machen.

Schwarzarbeiter sind im Übrigen nicht versichert. Bei Unfällen am Bau muss der Bauherr damit rechnen, für die Behandlungskosten regresspflichtig zu sein – ein zusätzlicher Grund, solche Praktiken zu vermeiden. Das ist leicht möglich. Ob eine Firma über die notwendige Gewerbeberechtigung verfügt und wer der Geschäftsführer nach dem Gewerberecht ist, kann man schnell bei der Wirtschaftskammer erfragen, die in ihrem „Firmen A – Z“ die entsprechenden Informationen bereithält. Es bietet die Gewähr, nicht an „schwarze Schafe“ zu geraten.

Nicht erst bei einem Unfall muss mit der Entdeckung von Schwarzarbeit gerechnet werden. Die Innung und die Finanzpolizei würden jetzt zu Beginn der Bautätigkeit verstärkt Kontrollen durchführen, wie Innungsmeister Frömmel ankündigte. Über 300 Kontrollbeamte des Finanzministeriums seien im Einsatz, und sie würden zusätzlich noch von Detektiven unterstützt.

 

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