Bauen

Bausparprämie: Förderkürzungen sollen abgemildert werden

von Redaktion am Donnerstag, 26. April 2012
Wohnungsneubau mit Bausparen
Neue Ideen für die Kürzung der Bausparförderung. Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

Die Kürzung der Bausparprämie sorgt für Aufregung in Österreich. Das Minus solle nicht so groß ausfallen, fordern nun einige Politiker. Auch über eine Stundung der Bausparprämie wird diskutiert.

Es wird Ernst mit dem Sparen in Österreich – doch das Sparpaket, das der Nationalrat beschließen will, ist zumindest in einem Punkt nicht unumstritten. Die Kürzung der Bausparprämie um 50 % ist einigen Politikern ein Dorn im Auge. Wenn sie schon eine Kürzung nicht ganz verhindern können, so wollen sie wenigstens erreichen, dass sie maßvoller ausfällt. Mindestens zwei Prozent sollte sie betragen, meint beispielsweise der ÖVP-Finanzsprecher Günther Stummvoll. Bausparen sei schließlich nicht nur sehr populär, sondern ein wichtiger Baustein bei der Finanzierung des österreichischen Wohnungsbaus.

Damit die geplanten Budgeteinsparungen trotzdem erreicht werden, sollen die Bausparkassen die Überweisung der Prämie ein Jahr lang stunden. Das deckt sich mit dem Vorschlag der Bausparkassen. Aber ob er umgesetzt wird, ist nicht sehr wahrscheinlich. Schließlich wolle man das Sparpaket nicht noch einmal aufschließen, heißt es aus Kreisen der ÖVP.

Bei der SPÖ könnte diese Änderung trotzdem offene Ohren finden. Sie hätte ohnehin die Bausparprämie belassen und stattdessen die Förderung der Zukunftsvorsorge abgeschafft.

Ab Mai sollen die 5,2 Millionen Bausparer in Österreich die halbierte Förderung erhalten. Das sind dann nur noch maximal 18 anstelle der bisherigen 36 Euro. Die Halbierung gilt auch für die Bandbreite bei der Prämie, die von drei bis acht Prozent auf 1,5 bis vier Prozent sinkt; derzeit ist die untere Grenze maßgebend. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge sinkt der Zuschuss von bisher 8,5 auf 4,25 Prozent.

Die von der Regierung angekündigte Kürzung der Bausparprämie hat bereits zu starken Rückgängen beim Neuabschluss von Bausparverträgen geführt. Bei der Bausparkasse Wüstenrot verzeichnet man ein Minus von zwanzig Prozent, wie das Vorstandsmitglied Franz Meingast kürzlich verlauten ließ. Viele Kunden würden ohnehin abwarten, bis die Änderung der Förderung beschlossene Sache sei. Meingast ergänzt, dass die Verunsicherung derzeit sehr groß sei. Das zeige sich auch bei den 200 bis 300 Kunden von Wüstenrot, die derzeit täglich bei der Hotline anrufen würden, um sich über den Stand der Änderungen und die Auswirkungen zu informieren.

 

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