Bauen

Wiener Stadtbad: Baustopp

von Redaktion am Donnerstag, 9. Februar 2012
Hallenbad Wien
Hallenbad in Wien: Baustopp Foto: pan / PIXELIO

Das Wiener Stadthallenbad wird nicht wie geplant im Februar 2012 eröffnet. Damit wird die Wiedereröffnung nun schon zum 2. Mal verschoben. Grund dafür sind dieses Mal erhebliche bautechnische Mängel, die die Bauherren zu einem sofortigen Baustopp gezwungen haben.

Der Bauherr, die Stadthalle, sowie die Wien-Holding und das Sportamt haben seit 2010 die Generalsanierung des Wiener Stadtbades in Angriff genommen. Dabei soll unter anderem die Technik des Bades auf den neuesten Stand sowie die Wellness- und Sanitärbereiche den gestiegenen Bedürfnissen angepasst werden. Ferner ist es geplant, die architektonischen Eigenheiten des ursprünglichen Baus nach den Entwürfen des Architekten Roland Rainer wieder herzustellen.

Massive Baumängel entdeckt

Jetzt sind aber technische Probleme bei der Hubbodentechnik für das Becken festgestellt worden. Ebenfalls hat sich herausgestellt, dass die Becken nicht dicht sind und es Probleme bei der Durchströmung gab. Sowohl Generalplanung, als auch mitarbeitende Fachfirmen und die Bauaufsicht hatten immer wieder beteuert, dass der Bau seine Richtigkeit hätte und die Probleme, die noch bestanden, bis zur Eröffnung im Februar 2012 problemlos behoben werden können. Trotzdem kam es nicht zu eindeutigen Aussagen der Beteiligten, wann eine Eröffnung des Wiener Stadtbades tatsächlich hätte stattfinden können.

Aus diesem Grund entschieden sich die Bauherren und künftigen Betreiber des Stadtbades, einen Baustopp zu verhängen. Es müsse jetzt genau geprüft werden, welche Mängel vorliegen. Sollte sich herausstellen, dass die Fehlerquellen bei den beteiligten Baufirmen lägen, würden die Betreiber sich auch nicht davor scheuen, diese auf Schadenersatz zu verklagen.

Bürger müssen weiter warten

Für die Bürger Wiens bedeutet diese erneute Verschiebung der Eröffnung weitere Wartezeiten. Eigentlich hatten sie schon im Herbst 2011 auf die Neueröffnung gehofft. Die Verantwortlichen geben aber zu bedenken, dass Sicherheit und eine wirklich funktionale Sanierung an oberster Stelle stehe. Flickschusterei und halbherzige Reparaturen wollen sie nicht hinnehmen, selbst wenn das weitere Verzögerungen bei der Sanierung des Bades bedeutet.

 

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